Infineon Aktie

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Infineon Aktie

Infineon Aktie – Die Infineon Technologies AG ist im Jahr 1999 als ehemaliger Geschäftsbereich der Siemens AG als Spin Off an die Börse gebracht worden. In den folgenden Jahren reduzierte die Semens AG vollständig die gehaltenen Beteiligungen, um sich von dem zyklischen Halbleitergeschäft zu distanzieren. Für die Infineon Technologies AG stellte der Spin Off eine Chance dar, sich börslich finanzieren zu können und so den hohen Kapitalbedarf decken zu können. Heute entwickelt die Gesellschaft mit Hauptsitz in Neubiberg, Deutschland Halbleiter- und Systemlösungen mit Fokus auf den Bereichen Automotive. Kommunikation, Konsumgüter, Industrie und Sicherheit an. Die Geschäftstätigkeit wird auf internationaler Ebene betrieben.   

Aktueller Aktienkurs der Infineon Aktie

Infineon Aktie
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Jahresabschluss der Infineon Aktie

Jahr
Bilanzsumme
Eigenkapital
EK-Quote
Jahresergebnis
EPS
2021
23,33 Mrd. €
11,40 Mrd. €
48,86 %
1,17 Mrd. €
0,87 €
2020
22,00 Mrd. €
10,22 Mrd. €
46,45 %
0,37 Mrd. €
0,26 €

Bewertungskriterien der Infineon Aktie

Besonderheiten der Infineon Aktie

Im Falle von Infineon handelt es sich um den größten Halbleiterhersteller Deutschlands und damit auch um einen der größten 10 weltweit. Das Unternehmen entstand 1999 durch die Ausgliederung des Halbleitergeschäfts von Siemens. Dabei wurde das Unternehmen direkt an die Börse gebracht, da die Halbleiterindustrie einen so hohen Kapitalbedarf besitzt. Allerdings wurde das Unternehmen danach Stück für Stück von Siemens abverkauft. Der Name „Infineon“ setzt sich aus den beiden Begriffen „Infinity“ (Eng. Grenzenlosigkeit) und aeon (gr. Leben, Ewigkeit) zusammen und teilt sich hauptsächlich in 4 Geschäftsbereiche auf:

1. ATV (Automotive), 2. IPC (Industrial Power Control), 3. PSS (Power and Sensor Systems), 4. CSS (Connected Secure Systems) auf. Dabei ist Infineon weltweit tätig, genauer gesagt vor allem in Europa, Nordamerika, Asien, dem Nahen Osten sowie Afrika). Das Unternehmen zählt in erster Linie 3 verschiedene Tochtergesellschaften. Hierzu zählen das Tochterunternehmen DICE, das seit 2019 zu 100 % zu Infineon gehört, Infineon Technologies IT Services GmbH, die 2004 als 100%tige Tochtergesellschaft gegründet wurden, und letztlich Infineon Technologies Bipolar GmbH. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Siemens und Infineon, bei dem Infineon 60 % und Siemens 40 % der Firma hält. 

2006 wurde darüber hinaus die Speicherparte von Infineon als Qimonda ausgegliedert und an die Börse gebracht. Diese musste allerdings auch 2009 schon Insolvenz anmelden. In den folgenden Jahren folgten eine Vielzahl an Übernahmen, sowie Ab- und Verkäufe. 2018 verkündete das Unternehmen seine bisher größte Investition von 1,6 Mrd. Euro in die Errichtung eines Halbleiterwerkes, welches mittlerweile auch eröffnet wurde. 2020 folgte dann auch die größte bisher dagewesene Übernahme des Unternehmens im Wert von 9 Mrd. Euro. Dabei übernahm Infineon das Unternehmen Cyberpress. 

Darüber hinaus unterhält das Unternehmen gute Kontakte und Partnerschaften zu anderen Unternehmen der Halbleiterindustrie wie beispielsweise GlobalFoundaries, UMC, oder auch TSMC. Zu den größten Aktionären des Unternehmens zählen unter anderem BlackRock, die Allianz, oder auch die DWS. Dabei wurde das Unternehmen auch schon mehrmals für seinen nachhaltigen Ansatz und seine guten und sicheren Arbeitsumgebungen gelobt und ausgezeichnet.

Neben diesen ganzen Erfolgen musste sich das Unternehmen aber auch 2018 der Preisabsprache schuldig sprechen lassen. Dabei wurden Infineon zu einer Strafzahlung von 160 Millionen Euro verurteilt. Hinzu kam eine weitere Strafe der EU-Kommission in Höhe von 56,7 Millionen Euro. Zu guter letzte gab es 2005 auch noch Korruptionsvorwürfe gegen Teile des Managements, wie unter anderem dem damaligen COO. Allerdings kam es hierbei zu keinen Verurteilungen.

Einige große Konkurrenten von Infineon sind NvidiaAMD oder Broadcom, welche ebenfalls in der Halbleiterbranche tätig sind. Halbleiterprodukte spielen nicht nur zum aktuellen Zeitpunkt eine große Rolle, sondern werden zukünftig noch eine viel größere Rolle spielen. In immer mehr Produkten werden Halbleiter verbaut, da die Komplexität der Produkte über die Jahre immer weiter zugenommen hat. Besonders gut kann man diesen Trend in der Automobilbranche verfolgen, wo der Bedarf an Halbleitern über die Jahre um ein vielfaches zugenommen hat. Grund dafür sind verschiedene zusätzliche Features oder extra Displays, wo Halbleiter eine essenzielle Komponente darstellen. 

Die Produktpalette der Infineon Technologies AG besteht aus Halbleiterbauteilen. An dieser Stelle ist es eher weniger zielführend, die einzelnen Bauteile des Unternehmens aufzulisten, da ohne technisches Verständnis kaum ein Mehrwert dadurch entsteht. Jedoch ist es für Nicht-Techniker trotzdem sinnvoll, Infineons Segmentierung und die Strategie zu betrachten. Das Unternehmen teilt seine geschäftliche Tätigkeit in vier Segmente auf:


  • Automotiv
Da dies die Stärke Infineons ist, bieten sie hier ein besonders breites Angebot. Das Angebot reicht von Antrieb und Energiemanagement, Vernetzung und Infotainment, Karosserie- und Komfortelektronik bis zu Fahr- und Datensicherheit. Da Infineon eine nachhaltige Unternehmensstrategie verfolgt, sind sie auch verstärkt im Bereich Elektroantriebe, autonomes Fahren und der Vernetzung von Fahrzeugen tätig.
 
  • Industrial Power Control
Diese Division entwickelt Lösungen für das Management und die Wandlung elektrischer Energie. Die Produkte sollen in jedem Abschnitt der Wertschöpfungskette von der Gewinnung, zur Übertragung bis hin zur Speicherung und Nutzung eingesetzt werden können. Anwendungsbeispiele sind unter anderem der Einsatz in der Errichtung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
 
  • Power & Sensor Systems
In diesem Segment geht es um Leistungshalbleiter-, Hochfrequenz und Sensortechnologien. Diese Bauteile werden in Versorgungsnetzen und elektrischen Geräten wie zum Beispiel Elektrowerkzeuge, Beleuchtungssysteme oder mobilen Endgeräten verbaut. Das Ziel ist, diese effizienter im Hinblick auf den Stromverbrauch werden zu lassen und gänzlich neue Verwendungsmöglichkeiten zu schaffen.
 
  • Connected Secure Systems

Diese Division beschäftigt sich mit dem Thema sichere Vernetzung. Der Fokus liegt hierbei auf drahtlosen Verbindungen wie Wi-Fi oder Bluetooth. Dazu werden sowohl Hardware- als auch Software-Lösungen von Infineon entwickelt. Diese sind vielfältig einsetzbar zum Beispiel in elektronischen Karten wie der Girokarte, in Unterhaltungselektronik im Bereich IoT, im Bereich Cloud-Sicherheit oder auch zur Vernetzung von Fahrzeugen.

CEO Jochen Hanebeck (54), hat ein Diplom in Elektrotechnik.

  • Herr Hanebeck ist sein 1994 bei Infineon, wo er bereits viele Bereiche innerhalb des Unternehmens als Leiter begleitet hat. Vor seiner Beschäftigung bei Infineon arbeitet er unteranderen bei SIMEC und als Entwicklungsingenieur in der DRAM-Entwicklung bei Siemens, mit IBM und Toshiba in East Fishkill (USA).

 

COO Dr. Rutger Wijburg (-), Diplom an der Universität Twente und promovierte im Jahr 1990 dort.

  • Herr Wiljburg kam 2018 als Geschäftsführender zu Infineon Dresden. Mitglied des Vorstandes wurde er 2022. Vor seiner derzeitigen Beschäftigung arbeitet er bei Firmen wie, Globalfoundries Inc., NXP Semiconductors, Philips Semiconductors, CSEM SA und weitere Halbleiter Unternehmen.

 

CDTO Constanze Hufenbecher (52), hat Bachelor in BWL an der Universität in Tübingen.

  • Frau Hufenbecher arbeitet seit 2021 bei Infineon und ist in den Bereichen Groupwide Digitalization Strategy, Information Technology, Digital Sales & Marketing Platforms and Services, Business Continuity, Business Excellence, Group Processes verantwortlich. Davor arbeitet sie unter anderen bei, Lufthansa Technik AG, BE Printers und Prinovis Ltd & Co, DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH und Bertelsmann AG. Des Weiteren arbeitete sie bereits als Selbständige, Unternehmensberaterin.

 

Dr. Sven Schneider (56), Diplom-Kaufmann, Universität Regensburg. Promoviert BWL in Trier.

  • 1995 begann Herr Schneider seine berufliche Karriere bei der Linde AG im Finanzbereich. Von 2000 bis 2019 war er bei Linde in leitenden Positionen tätig, zuletzt als Sprecher des Vorstands, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor.

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