Porsche Aktie

Inhaltsverzeichnis
Porsche Aktie

Porsche Aktie – Die Porsche Automobil Holding SE ging im Jahr 2007 aus der damaligen Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hervor. Das operative Geschäft des Automobilherstellers wurde in eine Tochter mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ausgelagert und alle Aktionäre wurden Aktionäre der neu gegründeten Porsche SE. Der Hauptsitz der Holding liegt ebenfalls, wie der Porsche AG in Stuttgart. Die Holding hält Anteile diverser Technologie- und Industrieunternehmen, hauptsächlich mit Fokus auf der Automobile- und Transportindustrie. Darunter zählen weltbekannte Marken wie etwa Volkswagen, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati.

Aktueller Kursverlauf der Porsche Aktie

Porsche Aktie
Porsche Aktie

Jahresabschluss der Porsche Aktie

Jahr
Bilanzsumme
Eigenkapital
EK-Quote
Jahresergebnis
EPS
2021
42,53 Mrd. €
42,20 Mrd. €
99,22 %
4,57 Mrd. €
14,91 €
2020
36,25 Mrd. €
35,95 Mrd. €
99,17 %
2,62 Mrd. €
8,57 €

Bewertungskriterien der Porsche Aktie

Besonderheiten der Porsche Aktie

Am 8. Juni 1948 kam es zur ersten Zulassung eines Porsches. Um genauer zu sein, zur ersten Zulassung des 356 Nr.1 Roadster, der von Ferry Porsche eingeführt wurde. Dieser erbte das Lebenswerk seines Vaters, Ferdinand Porsche, der mit einer Konstruktionswerkstatt die Basis für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens legte. Dieser entwickelte bereits 1900 ein Elektromobil mit Radnabenantrieb oder auch 1933 einen Rennwagen für die Auto-Union. Ferdinand Porsche war darüber hinaus auch ein Vorstandsmitglied der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Mit dem ersten zugelassenen Porsche erfüllte Ferry Porsche den Traum seines Vaters Ferdinand Porsche.

In der Zeit rund um den Zweiten Weltkrieg sollte Porsche auch an einem Panzer arbeiten, was aber nie zustande kam. Dafür hat das Unternehmen in dieser Zeit aber den Kübelwagen sowie den Schwimmwagen entwickelt und hergestellt. In den Jahren 1950-1965 stellte der Automobilhersteller in erster Linie den 356er-Porsche her, von dem insgesamt 76302 Fahrzeuge hergestellt wurden. Von 1963 an, startete das Unternehmen dann die Produktion des ikonischen 911er-Modells, das dem Unternehmen bis heute zum Erfolg verhilf. Darüber hinaus stellte das Unternehmen in dieser Zeit aber auch den Porsche Traktor, wie auch den Kampfpanzer Leopard 1 her. 

Da es sich im Falle von Porsche um ein Familienunternehmen handelt, gab es über die Jahrzehnte eine Vielzahl von Streits und Familienzerwürfnissen. Dies führte dazu, dass seit 1972 keine Familienmitglieder mehr in Gesellschaften der Familie Porsche tätig sein dürfen. Seit diesen Jahren folgten eine Vielzahl neuer Modelle, wodurch es dem Unternehmen seit dem Jahr 1994/95 gelang Gewinne auszuweisen. Hinzu kommen unzählige Erfolge in der Welt des Rennsportes, wie beispielsweise auch in der Formel 1. Seit 1976 betreibt das Unternehmen unter anderem auch das hauseigene Porsche Museum, das 2009 durch ein neues öffentliches Museum ersetzt wurde. 

Neben diesen Erfolgen kann Porsche aber auch auf eine erfolgreiche Partnerschaft mit EA zurückblicken, und die Herstellung des Spiels Need For Speed: Porsche, sowie eine erfolgreiche Tuning-Marke, die unter dem Markennamen RUF geführt wird. Das Logo von Porsche ist auf den Sohn von Ferdinand Porsche, Ferry Porsche zurückzuführen, das den Produktionsstandort Stuttgart widerspiegelt und sich seit Etablierung kaum verändert hat.

Allerdings wurden die Erfolge des Unternehmens über die Jahrzehnte auch von einigen Kontroversen überschatten. Hierzu zählen beispielsweise eine Anklage aus dem Jahr 1999 bezüglich Zwangsarbeit in der NS-Zeit. Hier verpflichtete sich das Unternehmen, um die Opfer zu kümmern und diese finanziell zu unterstützen. Neben dieser Anklage gab es aber auch bei Porsche wie bei vielen anderen Automobilherstellern einen Abgasskandal, bei dem das Unternehmen 2019 zu einer Strafzahlung von 535 Millionen Euro verurteilt wurde.

Die Kernunternehmen des Konzerns sind fast ausschließlich Automobilhersteller. Eine Ausnahme stellt hierbei der Motorradhersteller Ducati dar, der jedoch ebenfalls Kraftfahrzeuge entwickelt und somit das Produktportfolio der Gruppe passend mit Zweirädern ergänzt. Als eine der stärksten Industrien Deutschlands und einer ebenso relevanten weltweit liegt ein besonderer Fokus auf der Entwicklung dieses Sektors.


Es ist zu sehen, dass die gesamte Branche vor einigen Herausforderungen steht, die es in den nächsten Jahren beziehungsweise Jahrzehnten zu bewältigen gilt. Eine der wichtigsten Herausforderungen ist die Entwicklung alternativer Antriebsformen, da die meisten westlichen Staaten dem Verbrennungsmotor eine Deadline gesetzt haben. Die momentane Tendenz sieht nach einer Verschiebung des Produktangebots hin zum Elektromotor aus, jedoch sollten auch andere Antriebe wie Wasserstoffmotoren nicht unterschätzt werden.


Auch die Digitalisierung hat nicht halt vor dieser Industrie gemacht. Autos werden fortlaufend umfangreicher in ihren Funktionen. Dafür werden viele Halbleiterbauteile benötigt. Im weltweiten Halbleitermarkt herrscht jedoch zum aktuellen Zeitpunkt ein Versorgungsengpass, da die Kapazitäten der Hersteller gänzlich ausgelastet sind und nicht ohne weiteres neue geschaffen werden können. Die Automobilindustrie erleidet durch diesen Engpass Umsatzeinbußen, denn sie können nicht verkaufen, was sie nicht produzieren können. Langfristig sollte sich die Situation bessern.


Ein weiteres Problem kann jedoch das rückläufige Interesse an Autos unter jungen Erwachsenen sein. Das Auto verliert zunehmend seine Stellung als Statussymbol und der Ausbau von Alternativen wie öffentlich Verkehrsmittel reduzieren die Relevanz des Autos als Transportmittel. Ob die Nachfrage tatsächlich abnimmt, ist jedoch nicht garantiert.

Die Hauptprodukte des Konzerns sind Autos. Für eine vollständige Übersicht der aktuellen Produktportfolios lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Websites der Marken. Jeder Hersteller der Gruppe operiert eigenständig und in der regele international. Somit ist auch das Angebot sehr unterschiedlich. Im Bereich der Elektromobilität erzielt die VW AG gute Ergebnisse mit der Einführung des ID. 3 im Mittelklassensegment und die Porsche AG mit dem Taycan im Premiumsegment.


Aktuell steht vor allem die Porsche AG im Fokus, da sie im Jahr 2020 und 2021 der stärkste Gewinntreiber der Gruppe ist. Die Gruppe profitiert jedoch nicht ausschließlich vom Verkauf von Autos, Motorrädern oder Nutzfahrzeugen. Auch die angebotenen Finanzdienstleistungen tragen in relevanter Größe zum Ergebnis bei. Zu den Dienstleistungen zählen zum Beispiel Kfz-Versicherungen, Leasingangebote oder auch Flottenfinanzierungen für Firmenkunden.

An der Spitze der Porsche SE stehen die vier Vorstände Hans Dieter Pötsch, Dr. Manfred Döss, Lutz Meschke und Dr. Johannes Lattwein.

 

Vorstandsvorsitz Hans Dieter Pötsch (70), absolvierte ein Studium des Wirtschaftsingenieurswesens an der Technischen Hochschule Darmstadt.

  • Herr Pötsch übernimmt neben seiner Zuständigkeit für die Finanzen der Holding ebenfalls den Vorsitz des Vorstands. Seine Karriere startete im Automobilsektor bei der BMW AG. Anschließend übernahm er führende Positionen bei der Trumpf GmbH & Co. KG, der Dürr AG und anschließend der Volkswagen AG. Als erfolgreiches Vorstandsmitglied der VW Gruppe war Herr Pötsch im Jahr 2015 geeignet den Vorstandsvorsitz der Holding zu übernehmen.
 

Vorstand Recht & Compliance Dr. Manfred Döss (63), ist studierter Rechtswissenschaftler und promovierte zum Dr. jur.

  • Er ist ehemaliger Leiter der
    Rechtsabteilungen der GEA AG und der RWE AG. Drei Jahre nach seinem Eintritt in die Porsche SE im Jahr 2013, übernahm er die Aufgabe des Vorstands für Recht und Compliance. Zusätzlich ist er in leitender Funktion für die Rechtsabteilung der Volkswagen AG tätig.
 

Vorstand Beteiligungsmanagement Lutz Meschke (55), studierte BWL an der Universität Köln.

  • Herr Meschke verbrachte ca. 7 Jahre bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Zwischen 1999 und 2001 übernahm er die Leitung der Konzernkonsolidierung und des Reportings bei der Hugo Boss AG. Obwohl Herr Meschke das jüngste Vorstandsmitglied ist, verfügt er über die längste Verbindung zur Porsche AG (nicht Porsche SE). Von
    2001 bis 2009 war er als Leiter für Bilanzierung und Controlling zuständig, bevor er 2009 als Vorstand für Finanzen und IT eingesetzt wurde. Seit 2020 ist er als Vorstand der Holding für den Bereich Beteiligungsmanagement verantwortlich.
 

Finanzen und IT Mitglied des Vorstands Dr. Johannes Lattwein (48), Studium der Betriebswirtschaftslehre in Saarbrücken und an der University of Southern Colorado.

  • Herr Lattwein ist seit 2002 bei der Porsche AG in Stuttgart. Dort durchlief er einen langen Werdegang und arbeitete sich Jahr für Jahr weiter hoch. Er promovierte bei der DaimlerChrysler AG und arbeitete zuvor bei Transova Management Services GmbH.

Neuste Aktiennachrichten & News zur Porsche Aktie

Mehr gefällig? - Unsere neusten Beiträge

Porsche Aktie | Chart | News | DE000PAH0038 | PAH003 | POAHF

Hinweis: Die Durchführung von Wertpapiergeschäften ist risikobehaftet. Es treten je nach Art des Geschäfts Risiken in unterschiedlichem Ausmaß auf. Der Verlust kann bis zum totalen Ausfall des eingesetzten Kapitals und darüber hinaus reichen. Die auf dieser Seite vorgestellten Informationen stellen in keinster Weise eine Handlungsaufforderung dar & stammen ausschließlich von seriös ausgewählten Quellen.