Die Folgen der Finanzkrise 2007/08

Inhaltsverzeichnis

Wie genau kam es zur Finanzkrise 2007/08?

Die Finanzkrise 2007-2008, auch bekannt als globale Finanzkrise und Finanzkrise 2008, war ein schwerer wirtschaftlicher Abschwung, der viele Länder auf der ganzen Welt betraf. Sie wurde durch eine Reihe von Faktoren ausgelöst, darunter das Platzen der Immobilienblase, die Subprime-Hypothekenkrise und der Zusammenbruch des Schattenbankensystems.

Die Immobilienblase wurde durch günstige Kredite und niedrige Zinsen angeheizt, was zu einem sprunghaften Anstieg der Immobilienpreise und einer Zunahme der Subprime-Hypotheken führte, d. h. der Immobilienkredite, die an Kreditnehmer mit schlechter Bonität vergeben wurden. Als die Immobilienpreise stiegen, nahmen viele Hausbesitzer zweite Hypotheken auf oder refinanzierten ihre Häuser, um von dem Eigenkapital zu profitieren.

Als jedoch die Immobilienpreise 2006 zu sinken begannen, fanden sich viele Hausbesitzer mit Häusern wieder, die weniger wert waren als die Hypotheken, die sie aufgenommen hatten. Dies führte zu einer Welle von Zwangsvollstreckungen, die den Verfall der Immobilienpreise weiter verschärften. Die Subprime-Hypothekenkrise hatte auch Auswirkungen auf den Finanzsektor, da viele Banken und Finanzinstitute große Mengen an mit Subprime-Hypotheken besicherten Wertpapieren hielten, die mit dem Rückgang des Immobilienmarktes an Wert verloren.

Darüber hinaus trug der Zusammenbruch des Schattenbankensystems, bei dem es sich um Nicht-Bank-Finanzinstitute handelt, die ähnliche Tätigkeiten wie traditionelle Banken ausüben, aber nicht der gleichen Regulierungsaufsicht unterliegen, zur Finanzkrise bei. Die Krise hatte schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, führte in vielen Ländern zu einer Rezession und verursachte erhebliche Verluste für Banken, Finanzinstitute und Anleger. Sie führte auch zu einer Reihe von politischen Reaktionen, darunter die Umsetzung verschiedener regulatorischer Reformen zur Stärkung des Finanzsystems und zur Verhinderung künftiger Krisen.

Die genauen Folgen der Finanzkrise 2007/08

Die Folgen der Finanzkrise von 2007-2008 hatten schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. In den Vereinigten Staaten führte die Krise zur schlimmsten Rezession seit der Großen Depression, mit einem Rückgang des BIP um 4,3 % im vierten Quartal 2008. Die Krise hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigung: Die Arbeitslosenquote stieg von 4,7 % im Jahr 2007 auf einen Höchststand von 10 % im Oktober 2009.

Die Krise wirkte sich auch weltweit aus, da viele Länder eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums oder eine Rezession erlebten. Besonders schwerwiegend waren die Auswirkungen der Krise in Europa, wo sie die anhaltende Staatsschuldenkrise in einigen Ländern noch verschärfte. Was die finanziellen Verluste betrifft, so führte die Krise zu erheblichen Verlusten bei Banken und Finanzinstituten, von denen viele in Konkurs gingen oder von der Regierung gerettet werden mussten. Auch für die Anleger führte die Krise zu erheblichen Verlusten, da viele von ihnen Wertverluste bei ihren Investitionen hinnehmen mussten. 

Was konnten wir aus den Folgen der Finanzkrise lernen?

1. Verstärkte regulatorische Aufsicht: Als Reaktion auf die Krise haben die Regulierungsbehörden weltweit eine Reihe von Reformen durchgeführt, um die Aufsicht über das Finanzsystem zu verstärken und künftige Krisen zu verhindern. Zu diesen Reformen gehören der Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act in den Vereinigten Staaten, der Basel III-Rahmen zur Stärkung der Regulierung, der Aufsicht und des Risikomanagements von Banken sowie die Bankenunion der Europäischen Union.

2. Verbesserte Risikomanagement-Praktiken: Die Finanzinstitute haben auch ein verbessertes Risikomanagement eingeführt, um Risiken in ihren Geschäften besser zu erkennen und abzumildern. Dazu gehören die Stärkung ihrer internen Kontrollen und Risikomanagementsysteme, die Verbesserung der Qualität ihrer Risikodaten und die Durchführung von Stresstests, um die möglichen Auswirkungen ungünstiger wirtschaftlicher Bedingungen besser zu verstehen.

3. Verbesserte Unternehmensführung: Die Krise hat auch gezeigt, wie wichtig eine solide Unternehmensführung ist, und viele Unternehmen haben Reformen durchgeführt, um die Transparenz und Rechenschaftspflicht ihrer Geschäfte zu verbessern. Dazu gehören verschärfte Offenlegungspflichten und die Trennung der Rollen des CEO und des Vorstandsvorsitzenden.

4. Stärkere globale Koordinierung: Die Finanzkrise hat auch gezeigt, wie wichtig eine starke globale Koordinierung ist, um grenzüberschreitende Probleme anzugehen und die Ausbreitung finanzieller Ansteckungsgefahren einzudämmen. Zu diesem Zweck haben internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und das Financial Stability Board (FSB) eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung der globalen Reaktion auf die Krise gespielt.

Insgesamt zielten die aus der Finanzkrise 2007-2008 gezogenen Lehren und ergriffenen Maßnahmen darauf ab, das Finanzsystem zu stärken, die Risikomanagementpraktiken zu verbessern, die Unternehmensführung zu verbessern und die globale Koordinierung zu verstärken, um zukünftige Finanzkrisen zu verhindern. Für viele Anleger sind die Folgen der Finanzkrise von 2007/08 aber auch noch heute spürbar.

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