Rio Tinto Aktie

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Rio Tinto Aktie

Rio Tinto Aktie – Die Rio Tinto Group wurde im Jahr 1873 von einer Gruppe europäischer Investoren, angeführt von Hugh Matheson, gegründet, um die spanischen Rio Tinto Minen zu erwerben. Da die Gruppe sich aus der britischen Rio Tinto PLC und der australischen Rio Tinto Ltd. zusammensetzt, besitzt die dual-gelistete Gruppe ebenfalls zwei Hauptsitze, einer in London, Großbritannien und einer in Melbourne, Australien. Das Unternehmen zählt zu den bekanntesten und größten Bergbaugesellschaften der Welt. Die geförderten Rohstoffe werden international gehandelt.

Aktueller Kursverlauf der Rio Tinto Aktie

Rio Tinto Aktie
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Jahresabschluss der Rio Tinto Aktie

Jahr (FY: Jul-Jun)
Bilanzsumme
Eigenkapital
EK-Quote
Jahresergebnis
EPS
2021
102,90 Mrd. $
56,59 Mrd. $
55,00 %
22,58 Mrd. $
13,03 $
2020
97,39 Mrd. $
51,90 Mrd. $
53,29 %
10,40 Mrd. $
6,04 $

Bewertungskriterien der Rio Tinto Aktie

Besonderheiten der Rio Tinto Aktie

Rio Tinto ist vermeidlich der weltweit grüßte Aluminiumhersteller und Eisenproduzent. Die Anfänge dieser bemerkenswerten Geschichte finden sich im Jahr 1873 in Spanien. Dort entschieden sich die Brüder Rothschild mit 30% in die Riotinto Bergwerke zu investieren. Bis in die 1880er gelang es den Brüdern, das Unternehmen langsam zu übernehmen. In den 1930er gehörten bereits ein Drittel des Unternehme den Rothschilds. 1925 erweiterte das Unternehmen seine Abbaustellen und erschloss das erste Mal Abbaugebiete in Sambia, Afrika. 1954 mussten dann die ursprünglichen Riotinto-Minen verkauft werden und der Erlös wurde genutzt, um mit der Exploration in Afrika, Australien und Kanada zu starten. 

So kam es letztlich in 1960er Jahren dazu, dass Riotinto ein Tochterunternehmen für ihre Aktivitäten in Australien gründete und so zu einem anglo-australischen Doppelkonzern wurde. In den Jahren danach erschloss das Unternehmen die verschiedensten Minen und Geschäftsbereiche. Dazu zählen beispielsweise Berate, Farbige Diamanten, Kupfer oder viele weitere Edelmetalle. Hierzu zählte auch die von Rio Tinto betriebene Panguananmine, die Auslöser für den Bürgerkrieg in Papua-Neuguinea war. 

Die bisher größte Übernahme gelang dem Unternehmen 2007 mit Alcan, einer Übernahme in Höhe von 38,1 Milliarden $. Nur ein Jahr später, 2008, wurde Rio Tinto aber auch selbst Opfer eines Übernahme-Versuchs, der aber aufgrund der Finanzkrise scheiterte. 2014 scheiterte dann ebenfalls ein Versuch der Übernahme durch Glencore. Diese Fusion hätte zum mit Abstand größten Bergbauunternehmen weltweit geführt. 

Bergbauunternehmen müssen sich heutzutage aber auch einer ganz anderen Verantwortung stellen. 2015 hat Rio Tinto das Pariser Klimaabkommen unterschrieben und sich dazu verpflichtet, mit der Förderung von fossilen Brennstoffen aufzuhören. Neben diesen ganzen Erfolgen, Übernehmen und guten Geschäftsjahren, gibt es aber auch einige Kritik, die das Unternehmen umschattet, was nicht weiter verwunderlich ist, bei einer solchen Branche. Ganz abgesehen von einer Vielzahl von Korruptionsvorwürfen und Bestechungen für Schürfrechte, gab es beispielsweise 2020 auch einen großen Skandal. 

Das Unternehmen zerstörte eine fast 50.000 Jahr alte Kulturstädte, um mit dem Abbau fortzufahren. Dies kam in den Augen der Öffentlichkeit gar nicht gut an. Darüber hinaus musste das Unternehmen aber auch 2022 ein Lithiumprojekt in Serbien stoppen, da die verursachten Umweltschäden von Rio Tinto einfach zu hoch waren und ihnen dadurch die Lizenz entzogen wurde. So wurde aus Rio Tinto nach einer langen Geschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte zieht und von Erfolgen sowie Rückschlägen gezeichnet ist, eines der größten Bergwerkunternehmen jemals.

Die Bergbaubranche ist einer der Kernbranchen unserer Gesellschaft. Am Anfang jeder Produktionskette steht die Belieferung durch eine Bergbaugesellschaft. Somit ist jedes produzierende Unternehmen weltweit direkt oder indirekt abhängig von der Bergbaubranche. Diese grundlegende Relevanz wirkt sich positiv auf Zugehörige der Branche aus.

Darüber hinaus ist ein ungebrochener Trend in den letzten Jahrzehnten festzustellen. Der Rohstoffbedarf unserer wachsenden Gesellschaft steigt stetig an. Diese Entwicklung wird durch das rasante Wachstum einiger Schwellenländer, wie zum Beispiel China, verstärkt.

 

In der Öffentlichkeit gerät die Branche jedoch immer wieder in Kritik. Hierbei kommen regelmäßig zwei Kritikpunkte zur Sprache. Berichte über unmenschliche Arbeitsbedingungen in einigen Minen rückt die Branche in ein schlechteres Licht. Zusätzlich kann der Bergbau zu Umweltschäden führen. Diese Schäden entstehen zum Beispiel durch Abfallprodukte, unsachgemäßen Abbau oder die generelle Erschließung von neuen Abbaugebieten.

Die Rio Tinto Gruppe verfügt über Minen auf allen Kontinenten (bis auf Antarktis). Sie fördern somit weltweit Rohstoffe und verkaufen diese ebenfalls weltweit. Die meisten Abbaugebiete liegen in Australien und Nordamerika. Das einzige europäische Gebiet liegt aktuell in Serbien. Das Hauptgeschäft umfasst den Abbau von Eisen, Aluminium und Kupfer. Daneben werden allerdings weitere Rohstoffe wie Borate, Diamanten, Salz und andere gefördert. Die Rio Tinto Gruppe bietet die geförderten Rohstoffe in unterschiedlichen Produktformen an. Oftmals unterscheiden sich die Produkte nur im prozentualen Anteil des jeweiligen Rohstoffs.  

CEO Jakob Stausholm (-), Studium – 

  • Der CEO Jakob Stausholm bekleidet die Position erst seit 2021. Er erhielt die Möglichkeit durch den Rücktritt seines Vorgängers Jean-Sébastien Jacques. Dieser sah sich zum Rücktritt gezwungen, nachdem bekannt wurde, dass er die Sprengung einer alten und heiligen Stätte der Aborigines veranlasst hatte, um eine Eisenmine zu erweitern. Stausholm arbeitete über 19 Jahre für Shell und als CFO für die Maersk Gruppe bevor er schließlich im Jahr 2018 als CFO für Rio Tinto eingesetzt wurde.

 

CFO Peter Cunningham (-), Studium an der University of Oxford

  • Interimsweise folgte Peter Cunningham auf den Posten des CFOs. Cunningham ist seit 28 Jahren für die Rio Tinto Gruppe tätig. Seine letzte Stelle vor Antritt als CFO war die des Group Controllers für financial reporting. Während seiner Zeit bei der Gruppe übernahm er einige leitende Positionen. Er ist jetzt fest als CFO angestellt.

 

CTO Mark Davies (-), Studium –

  • Herr Davies ist Chief Technical Officer bei Rio Tinto und leitet den Bereich Entwicklung und Technologie. Er verfügt über umfangreiche internationale Erfahrungen, die er in 25 Jahren bei Rio Tinto in Australien, den USA, Großbritannien und Singapur gesammelt hat. Er trat 1995 als leitender Maschinenbauingenieur in das Unternehmen ein und war im Laufe der Jahre in verschiedenen betrieblichen und funktionalen Führungspositionen tätig. 

 

CLO Isabelle Deschamps (-), Studium –

  • Als Chief Legal Officer, Governance & Corporate Affairs ist Frau Deschamps seit 2021 teil des Management-Teams. Vor ihrer jetzigen Tätigkeit war sie in diversen Unternehmen wie AkzoNobel, Unilever oder Nestlé beschäftigt. Sie begann ihre berufliche Laufbahn in einer kanadischen Anwaltskanzlei in Montreal und ist als Anwältin in England und Wales sowie in Quebec (Kanada) zugelassen.

 

COO Arnaud Soirat (-), 

  • Das operative Geschäft steht seit 2021 unter Arnaud Soirats Leitung. Dieser war vormals als Leiter für das Kupfer- und Diamantengeschäfts der Gruppe zuständig. In diesem Bereich erzielte er Erfolge im Hinblick auf den Umfang des Geschäfts, die Kostenreduzierung und die Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse.  

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