LVMH und Diamanten - Eine Partnerschaft für die Zukunft

Inhaltsverzeichnis

Was haben LVMH und Diamanten eigentlich miteinander zu tun?

Diamanten sind schon seit Jahrtausenden eines der wertvollsten Güter unseres Planeten. Dabei zeichnen sich Diamanten aber nicht nur durch ihre atemberaubende Schönheit und vor allem Klarheit aus, sondern auch durch ihre Härte. Diamanten sind eines der härtesten Materialien, das der Menschheit bis heute bekannt ist. Somit ist der funkelnde Stein sowohl in der Industrie, als auch im Schmuckbereich sehr gefragt. Und genau hier kommt die LVMH Gruppe ins Spiel, die seit Jahrzehnten daran versucht ist, der größte und erfolgreichste Konzern im Bereich Luxusgüter zu werden. 


Was steckt hinter dem Diamantenproduzenten „De Beers“?

Bei dem Unternehmen „De Beers“ handelt es sich um den weltweit größten Produzenten und Händler von Diamanten. Das Unternehmen besitzt tausende Minen und Abbaugebiete, die über die ganze Welt verstreut sind. Bevor in den letzten Jahren der Diamantenmarkt von asiatischer Seite beliefert wird, hatte De Beers eine klare Monopolstellung im Bereich Diamanten. Aber auch heute ist der Diamantenproduzent für knapp ein Drittel der weltweiten Förderung an Rohdiamanten verantwortlich und besitzt somit auch heute noch eine recht große Vormachtstellung.

Was hat De Beers mit LVMH und Diamanten zu tun?

Gemeinsame Kooperation im Bereich Schmuck und Edelsteine. Damit wollte die LVMH Gruppe langsam in den Edelsteinmarkt vordringen. Daraus entstand letztlich ein Joint Venture der beiden Unternehmen, die DBDJ (De Beers Diamond Jewellers), dessen Anteile die LVMH Gruppe 2017 aber auch wieder an den südafrikanischen Partner De Beers verkaufte. Das Joint Venture kündigte aber den Schritt der LVMH Gruppe in das Diamantengeschäft an. Denn neben der Zusammenarbeit mit De Beers erwarb LVMH auch noch andere Diamanten und Schmucklabes wie z.B. Bulgari, Chuamet, oder auch Fred. Mit dem Verkauf der DBDJ möchte sich die LVMH nun vermehrt um ihre eigenen Schmucklabels kümmern und deren Postion am Markt verbessern.

Was bedeutet das für die Zukunft von LVMH und Diamanten?

In den letzten Jahren ist die Nachfrage sowohl nach industriellen Diamanten, als auch nach natürlichen Diamanten drastisch gestiegen, ob nur für die Industrie, oder auch den Schmuckhandel. Wie bereits aus der Zusammenarbeit mit De Beers und auch den zahlreichen Akquisitionen ersichtlich wurde, plant LVMH sich immer besser am Edelsteinmarkt zu positionieren. Was bei dem auf Luxus basierendem Geschäftsmodell der LVMH Gruppe keine schlechte Idee ist. Die Kundschaft des Unternehmens teilt voraussichtlich in vielen Fällen die Leidenschaft für teure Steine oder Schmuck. Eine der besten und wertvollsten Edelstein- und Schmuckmarken würde sich wohl oder übel gut im Portfolio des Luxusmarkenkonglomerates machen.

Eine der aussagekräftigsten Akquisitionen war im Jahr 2020 der Erwerb des zweitgrößten Rohdiamanten aller Zeiten. Schätzungen nach zu Urteilen soll der Edelstein zwischen 6 und 20 Millionen $ wert sein, was aber ohne weitere Verarbeitung des Steins schwer einzuschätzen ist. Dennoch war dieser Kauf ein klares Signal seitens LVMH, dass sie ihre Postion als Edelsteinhändler weiter ausbauen wollen, um laut eigener Aussage einer der fünf größten Edelsteinhändler der Welt zu werden. Wer hätte gedacht, dass ein ursprünglicher Hersteller von Alkohol und Textilen, LVMH und Diamanten so gut zusammenpassen.

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