monday.com Aktie

Marktkapitalisierung

-

KGV (P/E)

-

Gewinn/Aktie

-

Dividende

-

52W Hoch / Tief

-

IPO-Typ

IPO

Handelsstart

10.06.2021

Volumen

574 Mio. $

Emissionspreis

155,00 $

Seit Emission

-53.5%

Erstpreis

180,06 $

Seit Erstpreis

-60.0%

Kurs (EOD)

72,07 $

Schlusskurs

Overview

Roy Mann, Eran Zinman und Eran Kampf gründeten monday.com 2012 in Tel Aviv, damals noch unter dem Namen Dapulse. Der Ausgangspunkt war Manns Erfahrung als Technologiechef bei Wix.com: Wächst ein Unternehmen schnell, brechen Kommunikation und Projektkoordination zusammen. Die bestehenden Tools waren entweder zu starr oder zu komplex. Dapulse sollte das ändern, eine visuelle, anpassbare Plattform, auf der jedes Team seine eigenen Workflows bauen kann, ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen. Das erste Produkt wurde 2014 offiziell gelauncht und fand schnell Abnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen.

2017 kam der Wendepunkt. Das Unternehmen benannte sich in monday.com um, weil der alte Name, Dapulse, bei Unternehmenskunden auf Skepsis stieß. Die Umbenennung war auch eine strategische Neuausrichtung: weg vom Nischenanbieter, hin zu einer Marke mit globalem Anspruch. Das Wachstum beschleunigte sich. Zwischen 2017 und 2019 wuchs die Nutzerbasis nach Unternehmensangaben um mehr als 200 Prozent pro Jahr. Mit einer Series-D-Finanzierungsrunde von 150 Millionen Dollar im Jahr 2019 erreichte monday.com eine Bewertung von 1,9 Milliarden Dollar. Der Hauptsitz liegt bis heute in Tel Aviv, mit weiteren Büros in New York, London, Sydney und weiteren Städten weltweit.

Management

Roy Mann und Eran Zinman führen monday.com seit der Gründung im Jahr 2012 gemeinsam als Co-CEOs. Mann verantwortet traditionell die geschäftliche Entwicklung und die Unternehmenskultur, Zinman den technischen Bereich, bevor er 2020 ebenfalls in die CEO-Rolle wechselte. Beide sind als Gründer untrennbar mit der Identität des Unternehmens verbunden und halten nach dem Börsengang Sonderrechte über eine Founder-Aktie. Eliran Glazer ist seit mehreren Jahren CFO von monday.com und verantwortet Finanzstrategie, Investor Relations und den Weg des Unternehmens hin zur dauerhaften Profitabilität.

Finanzdaten

Branche

monday.com operiert im Markt für kollaborative Unternehmenssoftware, der Projektmanagement, Workflow-Automatisierung und zunehmend auch CRM- sowie Servicemanagement-Anwendungen umfasst. Der adressierbare Gesamtmarkt wird auf mehrere hundert Milliarden Dollar geschätzt und wächst durch steigende Nachfrage nach cloudbasierten Lösungen für verteilte Teams weiter. Der Einstieg von KI-Werkzeugen in die Branche verändert die Wettbewerbsdynamik: Anbieter, die KI tief in ihre Plattformen integrieren, können Workflows automatisieren und den Nutzernutzen erheblich steigern.

Die Konkurrenz ist breit aufgestellt. Im Kernbereich Projektmanagement und Arbeitsorganisation sind Asana, ClickUp und Atlassian (mit Jira und Confluence) die wichtigsten Mitbewerber. Im wachsenden CRM-Segment treffen Monday.com und HubSpot sowie Salesforce aufeinander. Microsoft stellt mit seinen integrierten Teams-, Planner- und Dynamics-Produkten eine strukturelle Herausforderung dar, da viele Unternehmen bereits in das Microsoft-Ökosystem eingebunden sind. monday.com unterscheidet sich durch seinen Low-Code-Plattformansatz, der es Nutzern ohne technischen Hintergrund ermöglicht, individuelle Workflows und sogar einfache Anwendungen zu bauen.

Der Markt ist überfüllt und der Preisdruck hoch, insbesondere im SMB-Segment. Gleichzeitig bieten größere Unternehmenskunden attraktivere Margen und langfristigere Vertragsbindungen, weshalb viele Anbieter inklusive monday.com strategisch in Richtung Enterprise verschieben.

Produkte und Services

Das Kernprodukt ist monday work management, die ursprüngliche Plattform für Projektkoordination, Aufgabenmanagement und Teamkommunikation. Nutzer können Boards mit individuell konfigurierten Spalten, Automatisierungen und Ansichten bauen, ob als Gantt-Diagramm, Kanban-Board, Kalender oder einfache Tabelle. Die Plattform richtet sich an Teams in nahezu allen Branchen, von Marketing und IT bis zu Produktion und Personalabteilungen. monday work management ist das umsatzstärkste Segment und bildet die Basis der Multi-Produkt-Strategie.

Seit 2023 und 2024 baut monday.com seine Produktfamilie systematisch aus. monday CRM richtet sich an Vertriebsteams und bietet Pipeline-Management, Kontaktverwaltung und Reporting. monday dev ist auf Softwareentwicklungsteams ausgerichtet und ermöglicht agile Planung und Bug-Tracking. monday service deckt IT- und Kundensupportprozesse ab. Mit monday vibe, einer Funktion zum Erstellen eigener Anwendungen auf Basis der Plattformdaten, adressiert das Unternehmen zusätzlich die wachsende Nachfrage nach Low-Code-Entwicklung.

Das Geschäftsmodell basiert auf einem abonnementbasierten SaaS-Modell mit verschiedenen Preisstufen. Grundpakete richten sich an kleine Teams, während Enterprise-Tarife erweiterte Sicherheitsfunktionen, Nutzerverwaltung und Integrationen bieten. Ein Freemium-Einstieg ermöglicht es Nutzern, die Plattform kostenlos auszuprobieren und organisch in zahlende Abonnements überzugehen. Dieser produktorientierte Wachstumsansatz war lange das zentrale Akquisitionswerkzeug, wird aber zunehmend durch einen direkten Vertrieb für Großkunden ergänzt.

Technische Analyse

Details zum IPO

monday.com ging am 10. Juni 2021 per klassischem Börsengang an die Nasdaq Global Select Market unter dem Ticker MNDY. Die Gesellschaft emittierte 3,7 Millionen neue Aktien zu einem Emissionspreis von 155 Dollar je Aktie. Die Underwriter übten ihre Mehrzuteilungsoption vollständig aus und kauften weitere 370.000 Aktien zum gleichen Preis. Das Gesamtvolumen des IPOs betrug damit rund 630 Millionen Dollar. Zum Zeitpunkt des Börsengangs wurde monday.com mit rund 7,5 Milliarden Dollar bewertet.

Lead-Underwriter des Börsengangs waren Goldman Sachs und J.P. Morgan. Allen & Company und Jefferies fungierten als weitere Book-Runner. Besonders bemerkenswert war eine begleitende Privatplatzierung: Salesforce Ventures und Zoom Video Communications kauften jeweils Aktien im Wert von 75 Millionen Dollar direkt beim IPO, was das Interesse strategischer Partner an der Plattform unterstrich. Mitgründer Roy Mann erhielt im Zuge des Börsengangs eine besondere Gründeraktie, die ihm bestimmte Vetorechte in der börsennotierten Gesellschaft sichert.

Die Aktie legte am ersten Handelstag deutlich zu und erreichte in den Folgemonaten Höchstkurse jenseits von 400 Dollar. Mit dem Ausverkauf im Technologiesektor 2022 fiel MNDY zeitweise auf unter 100 Dollar zurück. Seitdem hat sich der Kurs mehrfach erholt und ist 2025 wieder auf neue Hochs gestiegen, bevor eine enttäuschende Guidance für 2026 im Februar 2026 einen starken Kursrückgang auslöste.

Outlook

monday.com verfolgt eine klare Aufwärtsstrategie im Markt: Großkunden werden wichtiger als das SMB-Segment. Kunden mit einem jährlichen Vertragswert von über 500.000 Dollar wuchsen 2025 um 74 Prozent im Jahresvergleich, während das selbstbedienungsgetriebene Kleinkundengeschäft unter Druck steht. Das Unternehmen setzt darauf, dass größere Organisationen mehrere Produkte gleichzeitig nutzen, also work management, CRM und service als integriertes Paket, was die Umsätze je Kunde erhöht.

Im Bereich KI baut monday.com seine Plattform grundlegend um. Mit KI-Agenten, automatisierten Workflows und monday vibe soll die Plattform von einem Verwaltungswerkzeug zu einem Werkzeug werden, das Arbeit selbst erledigt. Das birgt Chancen, aber auch Risiken: Brechen sich KI-Agenten in der Unternehmenslandschaft durch, könnten Kunden weniger Koordinationssoftware benötigen. Ob monday.com diesen Wandel als Treiber oder als Bedrohung erlebt, hängt davon ab, wie erfolgreich die KI-Integration in das Kernprodukt gelingt.

Bewertungskriterien

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Starkes Wachstum im Enterprise-Segment mit steigendem Umsatz je Großkunde

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Multi-Produkt-Strategie (CRM, Dev, Service) eröffnet neue Umsatzquellen innerhalb des bestehenden Kundenstamms

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Hohe Bruttomarge von rund 90 Prozent spricht für Skalierbarkeit des SaaS-Modells

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Solide Netto-Dollar-Retentionsrate von 110 Prozent zeigt, dass bestehende Kunden mehr ausgeben

Wachstumsverlangsamung auf 18 bis 19 Prozent in 2026 nach Jahren mit über 30 Prozent Wachstum

Schwache Nachfrage im SMB-Segment und steigende Akquisitionskosten im Selbstbedienungskanal

Währungsrisiko: 55 Prozent der Mitarbeiter sind in Israel, die Stärkung des Schekels drückt auf die Margen

Breiter Wettbewerb durch Microsoft, Salesforce, Atlassian und spezialisierte Tools wie ClickUp und Asana