Almonty Industries Aktie – Industrie-Börsengang 2025

Almonty Industries Aktie

Marktkapitalisierung

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KGV (P/E)

-

Gewinn/Aktie

-

Dividende

-

52W Hoch / Tief

-

IPO-Typ

Uplisting

Handelsstart

14.7.2025

Volumen

90 Mio. $

Emissionspreis

4,50 $

Seit Emission

+314.7%

Erstpreis

4,77 $

Seit Erstpreis

+291.2%

Kurs (EOD)

18,66 $

Schlusskurs

Overview

Lewis Black und Daniel D'Amato gründeten Almonty Industries 2011 in Toronto. Black hatte zuvor Vertrieb und Marketing bei SC Mining Tungsten in Thailand verantwortet. Zwischen 2005 und 2007 führte er das an der TSX Venture gelistete Wolfram-Unternehmen Primary Metals als CEO. Der erste Schritt der neuen Firma war die Übernahme der Los Santos Mine in der spanischen Provinz Salamanca im September 2011. Im selben Monat ging Almonty an der TSX Venture Exchange in Toronto an die Börse. Der Firmenname ist eine Hommage an die Vornamen der Väter zweier Gründer.

In den Folgejahren baute Almonty sein Portfolio gezielt aus. 2015 übernahm das Unternehmen Woulfe Mining Corp. und damit das Sangdong-Projekt in Südkorea, eine der historisch größten Wolfram-Lagerstätten weltweit. 2016 kam die Panasqueira-Mine in Portugal hinzu, die seit 1896 produziert. Almonty entwickelte sich zum größten Wolfram-Förderer außerhalb Chinas und beliefert Kunden aus Rüstung, Halbleiterindustrie und Werkzeugbau.

Das Unternehmen ist seit 2011 an der TSX gelistet, seit 2021 zusätzlich an der australischen ASX und an der Frankfurter Börse. Im Juli 2025 vollzog Almonty den Aufstieg an die Nasdaq. Im April 2026 verlegte das Unternehmen seinen operativen Hauptsitz von Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana. Parallel dazu läuft die Verlagerung des juristischen Firmensitzes von Kanada nach Delaware.

Management

Lewis Black führt Almonty seit der Gründung 2011 als President und CEO und ist Chairman des Boards. Geboren in London, studierte er Management und Technologie an der University of Manchester. Mitgründer Daniel D'Amato sitzt im Board of Directors und ist einer der größten Einzelaktionäre des Unternehmens.

Brian Fox übernahm im Juli 2025 das CFO-Amt und verließ Almonty im Mai 2026. Übergangsweise führte Chief Development Officer Guillaume de Lamaziere die Finanzen. Zum 1. Juni 2026 trat Jorge Beristain als CFO an. Er war zuvor Vice President Finance bei der NYSE-notierten Stahlhandelsgruppe Ryerson Holding und arbeitete davor als Wall-Street-Analyst für Metalle und Bergbau bei der Deutschen Bank. Im Sommer 2025 stieß Alan Estevez ins Board, der zuvor Under Secretary of Commerce for Industry and Security in der US-Regierung war.

Finanzdaten

Branche

Wolfram hat unter den reinen Metallen den höchsten Schmelzpunkt und ist außergewöhnlich dicht und hart. Es kommt in Werkzeugmaschinen, Halbleitern und Hochtemperaturanwendungen zum Einsatz, vor allem aber in der Rüstungsindustrie. Panzerbrechende Munition, Drohnen und Raketenkomponenten enthalten Wolfram in nennenswerten Mengen. Marktforscher beziffern den globalen Wolfram-Markt auf rund 7 Milliarden Dollar im Jahr 2025 mit jährlichen Wachstumsraten zwischen vier und acht Prozent. Rüstung und Luftfahrt machen rund ein Viertel der Nachfrage aus.

Die Wertschöpfungskette ist stark von China geprägt. Das Land produziert je nach Schätzung zwischen 80 und 88 Prozent des weltweit geförderten Wolframs und kontrolliert weite Teile der Weiterverarbeitung. Im August 2024 verhängten die USA Strafzölle von 25 Prozent auf chinesische Wolfram-Importe. Im Februar 2025 reagierte Peking mit Exportkontrollen für das Metall. Die Preise des Benchmark-Produkts Ammonium-Paratungstat (APT) erreichten in der Folge Rekordniveaus oberhalb von 2.200 US-Dollar pro Metric Ton Unit.

Wettbewerber von Almonty sind chinesische Großkonzerne wie Xiamen Tungsten und China Minmetals, der vietnamesische Hersteller Masan High-Tech Materials, EQ Resources aus Australien sowie kleinere Entwicklungsprojekte in den USA und Kanada. Almonty unterscheidet sich durch die Kombination aus laufender Produktion in Portugal und der hochgradigen Sangdong-Lagerstätte in Südkorea. Diese ist eine der wenigen großen Skalierungsmöglichkeiten für Wolfram außerhalb Chinas in absehbarer Zeit.

Produkte und Services

Almonty erzeugt Wolframkonzentrat und einige Nebenprodukte aus Bergbauprojekten in drei Ländern. Die Panasqueira-Mine in Portugal liefert seit der Übernahme 2016 das Gros der laufenden Erlöse. Sie produziert Wolframkonzentrat sowie Kupfer- und Zinnkonzentrate als Nebenprodukte und ist seit 1896 in Betrieb. Mit dem Bau eines zweiten Klärschlammbeckens erweiterte Almonty die Lebensdauer der Mine um mehrere Jahre.

Die Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon ist das zentrale Zukunftsprojekt. Phase eins ging im März 2026 in Betrieb und ist auf rund 640.000 Tonnen Erz und 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr ausgelegt. Eine für 2027 geplante Erweiterung soll die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen Erz und etwa 4.600 Tonnen Wolframkonzentrat verdoppeln. Bei Vollauslastung soll Sangdong rund 40 Prozent des Wolfram-Bedarfs außerhalb Chinas decken. Der durchschnittliche Erzgehalt von etwa 0,51 Prozent WO3 liegt rund dreimal über dem globalen Durchschnitt.

Daneben besitzt Almonty die Los Santos Mine in Spanien, die seit 2020 in Pflege liegt, sowie das Valtreixal-Projekt für Zinn und Wolfram in Nordwestspanien. In Sangdong entsteht zusätzlich eine Wolframoxid-Anlage für die Weiterverarbeitung. Die Erlöse stammen überwiegend aus mehrjährigen Lieferverträgen mit Hartmetall-Herstellern, Halbleiterzulieferern und Rüstungskunden. Im Mai 2025 unterzeichnete Almonty einen verbindlichen Abnahmevertrag mit dem US-Rüstungslieferanten Tungsten Parts Wyoming über mindestens 40 Tonnen Wolframoxid pro Monat für US-Verteidigungsanwendungen.

Technische Analyse

Details zum IPO

Almonty Industries ist seit September 2011 an der Toronto Stock Exchange notiert, ursprünglich an der TSX Venture Exchange. Eine Zweitnotierung an der Australian Securities Exchange folgte im August 2021, im Frankfurter Freiverkehr handelt die Aktie schon länger. Den entscheidenden Schritt für institutionelle US-Investoren vollzog das Unternehmen am 14. Juli 2025 mit dem Aufstieg an die Nasdaq Capital Market unter dem Ticker ALM.

Im Rahmen des Nasdaq-Listings platzierte Almonty 20 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 4,50 US-Dollar. Brutto kamen 90 Millionen US-Dollar in die Kasse. Die Emission war überzeichnet und das Volumen wurde gegenüber den ursprünglichen Plänen aufgestockt. Eine Mehrzuteilungsoption über zusätzliche drei Millionen Aktien wurde gewährt. Joint Bookrunner waren Oppenheimer & Co. und Cantor Fitzgerald, Lead Manager war D.A. Davidson, Co-Manager Scotiabank. Den Erlös setzt das Unternehmen für die Wolframoxid-Anlage am Standort Sangdong und allgemeines Working Capital ein.

Parallel zum Nasdaq-Listing leitete Almonty die Verlagerung des juristischen Firmensitzes von Kanada nach Delaware ein. Die Aktionäre stimmten dem im Februar 2025 mit knapp 100 Prozent der Stimmen zu. Im April 2026 zog der operative Hauptsitz von Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana. Die Notierungen an TSX, ASX und in Frankfurt bleiben parallel zum US-Listing bestehen. Im Herbst 2025 nahm die TSX Almonty in den TSX30-Index auf, das Ranking der besten kanadischen Aktien der vergangenen drei Jahre.

Outlook

Die strategische Priorität liegt auf dem Hochfahren der Sangdong-Mine. Phase zwei soll 2027 starten und die Wolfram-Produktion ungefähr verdoppeln. Parallel dazu baut Almonty in Sangdong eine Wolframoxid-Anlage und entwickelt das benachbarte Molybdän-Vorkommen, das einen exklusiven Abnahmevertrag mit dem koreanischen SpaceX-Zulieferer SeAH M&S besitzt. Diese drei Vorhaben fasst das Unternehmen unter dem Begriff Korean Trinity zusammen.

Die wichtigsten Wachstumstreiber sind die Diversifizierungsbemühungen westlicher Regierungen weg von chinesischen Rohstoff-Lieferketten und die wachsenden Verteidigungshaushalte in den USA und Europa. US-Beschaffungsregeln, die ab 2027 chinesisches Wolfram für Verteidigungsaufträge weitgehend ausschließen, könnten Almonty zusätzliche Aufträge bringen. Risiken liegen in der Konzentration auf das eine Großprojekt und in den volatilen Wolframpreisen. Hinzu kommt die enge Verflechtung mit US-Rüstungspolitik, die sich mit politischen Mehrheiten verändern kann.

Bewertungskriterien

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Sangdong ist eine der wenigen großen Wolfram-Lagerstätten außerhalb Chinas und liegt in einer westlich orientierten Demokratie

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Mehrjährige Abnahmeverträge mit US-Rüstungs- und Industriekunden sichern eine Erlösbasis vor dem Produktionshochlauf

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Hoher Erzgehalt von rund 0,51 Prozent WO3 verschafft Sangdong einen strukturellen Kostenvorteil

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Geopolitische Verschiebungen und US-Beschaffungsregeln ab 2027 schaffen strukturellen Rückenwind

Bewertung preist die Sangdong-Story und den Wolfram-Preisanstieg bereits weitgehend ein

Klumpenrisiko durch starke Konzentration auf ein einziges Großprojekt in Korea

Wolframpreis ist volatil und stark von chinesischer Marktpolitik abhängig

Hoher Investitionsbedarf für Phase 2 und Wolframoxid-Anlage könnte Verwässerung nach sich ziehen