StubHub Holdings Aktie – Entertainment-Börsengang 2025

StubHub Holdings Aktie

Marktkapitalisierung

-

KGV (P/E)

-

Gewinn/Aktie

-

Dividende

-

52W Hoch / Tief

-

IPO-Typ

IPO

Handelsstart

17.9.2025

Volumen

799 Mio. $

Emissionspreis

23,50 $

Seit Emission

-57.5%

Erstpreis

22,00 $

Seit Erstpreis

-54.6%

Kurs (EOD)

9,98 $

Schlusskurs

Overview

Eric Baker und Jeff Fluhr gründeten die ursprüngliche StubHub im Jahr 2000 als Studierende an der Stanford Graduate School of Business in San Francisco. Sie wollten einen Online-Marktplatz aufbauen, auf dem Privatleute und Profis Tickets für ausverkaufte Konzerte oder Sportevents weiterverkaufen können. 2004 kam es zum Zerwürfnis zwischen den Gründern. Baker verließ das Unternehmen, behielt aber einen Anteil von rund zehn Prozent. 2007 verkaufte sich StubHub für 310 Millionen Dollar an eBay.

Während eBay die US-Marke ausbaute, gründete Baker 2006 in London mit viagogo einen direkten europäischen Konkurrenten. Über die Jahre wuchsen beide Plattformen parallel, blieben aber strikt getrennt. Im Februar 2020 schloss sich der Kreis, als viagogo StubHub für 4,05 Milliarden Dollar von eBay zurückkaufte und beide Marken unter einem Dach zusammenführte. Eric Baker, ursprünglich Mitgründer und später aus dem Unternehmen gedrängt, übernahm als CEO die Leitung der vereinten Gruppe. 2021 wurde die Holding in StubHub Holdings, Inc. umbenannt.

Heute betreibt das Unternehmen mit StubHub in Nordamerika und viagogo international zwei Marken auf derselben technischen Plattform. Käufer aus über 200 Ländern handeln Tickets für Konzerte, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, Festivals und andere Live-Events. Der Hauptsitz liegt in New York, weitere Standorte unter anderem in Los Angeles, Atlanta, Irland und der Schweiz. Die Belegschaft umfasst rund 900 Mitarbeiter weltweit.

Management

Eric Baker führt StubHub Holdings seit der Wiedervereinigung von viagogo und StubHub im Februar 2020 als CEO. Baker studierte an der Harvard Law School und an der Stanford Graduate School of Business, wo er 2000 die ursprüngliche StubHub mitgründete. Nach seinem Ausscheiden 2004 baute er mit viagogo einen eigenen Anbieter in Europa auf, bevor er beide Marken 2020 wieder zusammenführte. Über eine Dual-Class-Struktur mit zehnfachen Stimmrechten der Klasse-B-Aktien kontrolliert Baker nach dem IPO rund 88 Prozent der Stimmrechte und damit faktisch alle wesentlichen Unternehmensentscheidungen.

Connie James verantwortet seit August 2023 als CFO die Finanzen der Gruppe. Davor war sie in derselben Funktion bei Light & Wonder tätig. Cris Miller fungiert als Chief Business Officer und steuert das operative Geschäft. Die Führungsstruktur ist stark auf Baker zugeschnitten, was Kritiker als Klumpenrisiko einstufen, das Unternehmen aber als Vorteil für strategische Konsistenz anführt.

Finanzdaten

Branche

StubHub Holdings operiert auf dem Sekundärmarkt für Live-Event-Tickets, einem Teilbereich der globalen Ticketing-Industrie. Im Gegensatz zum Primärmarkt, auf dem Veranstalter Tickets erstmals verkaufen, geht es im Sekundärmarkt um den Weiterverkauf bereits gekaufter Tickets. Schätzungen zur Marktgröße variieren stark, je nach Quelle und Definition. Klar ist, dass Konzerte, Sportevents und Festivals seit dem Ende der Pandemie eine Nachfrage erleben, die das Vor-Corona-Niveau übertrifft, was den Markt insgesamt antreibt.

Die Konkurrenz besteht aus mehreren großen Plattformen. Im Sekundärmarkt sind das vor allem Vivid Seats (NASDAQ: SEAT) und SeatGeek, dazu kleinere Anbieter wie TickPick. Im Primärmarkt dominiert Ticketmaster, das zur Live Nation Entertainment gehört und durch exklusive Verträge mit Veranstaltern und Venues eine deutlich stärkere Position hat als alle Sekundäranbieter zusammen. Live Nation und Ticketmaster sind zudem seit Jahren Ziel kartellrechtlicher Untersuchungen in den USA.

StubHub setzt sich von der Konkurrenz vor allem über die Größe des Inventars ab. Wer ein Ticket für ein ausverkauftes Event sucht, findet es laut eigenen Angaben am ehesten dort. Schätzungen zufolge liegt der Marktanteil im Sekundärmarkt zwischen 30 und 40 Prozent, wobei die Pandemie zwischenzeitlich zu deutlichen Marktanteilsverlusten geführt hatte. Eine zentrale Branchen-Herausforderung bleibt die Regulierung. Mehrere US-Bundesstaaten und die FTC haben in den vergangenen Jahren Regeln zu Gebühren-Transparenz und Weiterverkaufspraktiken verschärft.

Produkte und Services

StubHub Holdings betreibt zwei Marken auf einer gemeinsamen Plattform. Die Marke StubHub bedient den nordamerikanischen Markt, viagogo richtet sich an internationale Kunden. Die Plattformen vermitteln Tickets für Konzerte, Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, Festivals und andere Live-Events. Die Verkäufer reichen von Privatleuten, die einzelne Tickets weitergeben, bis zu professionellen Wiederverkäufern und Brokern.

Das Geschäftsmodell folgt einer klassischen Marktplatz-Logik. StubHub kauft selbst keine Tickets ein, sondern verdient an den Gebühren auf jede Transaktion. Sowohl Käufer als auch Verkäufer zahlen einen prozentualen Anteil des Ticketpreises an die Plattform. Dadurch erreicht das Unternehmen Bruttomargen von rund 82 bis 83 Prozent. Das sogenannte Gross Merchandise Sales (GMS), also das gesamte über die Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen, lag 2024 deutlich höher als der ausgewiesene Umsatz. Im selben Jahr wurden rund 40 Millionen Tickets von etwa einer Million Verkäufern an Käufer aus über 200 Ländern vermittelt.

Ergänzend zur Vermittlung bietet StubHub eine Käufergarantie namens FanProtect an. Kunden bekommen ihr Geld zurück, wenn Tickets ungültig sind oder nicht geliefert werden. Diese Garantie ist ein zentrales Verkaufsargument, weil sie das größte Risiko des Sekundärmarkts adressiert, nämlich gefälschte oder doppelt verkaufte Tickets.

Technische Analyse

Details zum IPO

StubHub Holdings ging am 17. September 2025 an die New York Stock Exchange unter dem Ticker STUB. Der Emissionspreis lag bei 23,50 Dollar pro Aktie und damit in der Mitte der zuvor angepeilten Spanne von 22 bis 25 Dollar. Mit der Platzierung von rund 34 Millionen Klasse-A-Aktien sammelte das Unternehmen etwa 800 Millionen Dollar ein. Die Marktkapitalisierung beim Börsengang lag bei rund 8,6 Milliarden Dollar.

Lead Underwriter waren J.P. Morgan und Goldman Sachs, ergänzt um BofA Securities, Evercore ISI, BMO Capital Markets, Mizuho, TD Cowen, Truist Securities und weitere Banken. Es handelte sich um einen klassischen IPO mit Ausgabe neuer Aktien. Das Unternehmen hatte den Börsengang bereits 2024 vorbereitet, dann aber zweimal verschoben, zuletzt wegen der Marktturbulenzen nach Ankündigung weitreichender US-Zölle im April 2025. Auch eine Direct-Listing-Variante mit einer Bewertung von rund 13 Milliarden Dollar war zu einem früheren Zeitpunkt im Gespräch gewesen.

Die Aktie startete am ersten Handelstag bei 25,35 Dollar, schloss aber unter dem Emissionspreis. Wenige Wochen nach dem IPO wurden mehrere Wertpapierklagen eingereicht, die dem Unternehmen vorwerfen, regulatorische und wettbewerbliche Risiken im Prospekt nicht hinreichend offengelegt zu haben. Beklagte sind neben StubHub auch CEO Eric Baker, CFO Connie James und die Underwriter. Im April 2026 einigte sich StubHub zudem mit der FTC auf eine Rückerstattung von rund 10 Millionen Dollar wegen Verstößen gegen die Gebühren-Transparenzregeln.

Outlook

Strategisch konzentriert sich StubHub Holdings auf zwei zentrale Hebel. Auf der einen Seite die internationale Expansion über die Marke viagogo, deren Marktanteil außerhalb Nordamerikas in vielen Regionen noch ausbaufähig ist. Auf der anderen Seite der Ausbau des Direktverkaufs, also die Vermittlung von Tickets in Kooperation mit Veranstaltern und Sportligen, was das Unternehmen näher an den Primärmarkt bringt und in direkten Wettbewerb mit Ticketmaster.

Die größten Herausforderungen liegen im regulatorischen Umfeld und in der Schuldenlast. US-Bundesstaaten, die FTC sowie europäische Aufsichtsbehörden verschärfen ihre Vorgaben zu Gebühren-Transparenz und Weiterverkaufspraktiken laufend. Gleichzeitig drückt eine Schuldenlast von rund 2,85 Milliarden Dollar zum Jahresende 2024 mit Zinssätzen über sieben Prozent auf das Ergebnis. Wie schnell sich diese Faktoren stabilisieren lassen, wird die Profitabilität in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.

Bewertungskriterien

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Führende Position im globalen Sekundärmarkt für Live-Event-Tickets mit zwei etablierten Marken in Nordamerika und international

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Hohe Bruttomargen von rund 82 Prozent durch reines Gebührenmodell ohne Eigenbestand an Tickets

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Profitierende Branche durch hohe Live-Event-Nachfrage seit Ende der Pandemie

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Käufergarantie FanProtect als Differenzierungsmerkmal im fragmentierten Sekundärmarkt

Sehr hohe Verschuldung von rund 2,85 Milliarden Dollar zum Jahresende 2024 mit Zinssätzen über sieben Prozent

Rückkehr in die Verlustzone 2024 trotz starkem Umsatzwachstum durch gestiegene Marketing- und Rechtskosten

Dominanter Einfluss von CEO Eric Baker durch Dual-Class-Struktur mit rund 88 Prozent Stimmrechtsanteil

Wachsender regulatorischer Druck in den USA und Europa, FTC-Vergleich und Wertpapierklagen nach dem IPO