Delisted– Diese Aktie wird nicht mehr an der Börse gehandelt. Die angezeigten IPO-Daten sind historisch.

Toast Aktie

Delisted

Marktkapitalisierung

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KGV (P/E)

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Gewinn/Aktie

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Dividende

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52W Hoch / Tief

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IPO-Typ

IPO

Handelsstart

22.09.2021

Volumen

868 Mio. $

Emissionspreis

40,00 $

Seit Emission

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Erstpreis

65,26 $

Seit Erstpreis

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Kurs (EOD)

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Schlusskurs

Overview

Aman Narang, Steve Fredette und Jonathan Grimm kannten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei dem Softwareunternehmen Endeca in Cambridge, Massachusetts. 2011 gründeten sie Toast mit einer einfachen Beobachtung: Restaurants arbeiteten mit einem Flickenteppich aus Kassensystemen, Zahlungsterminals und Papierlisten, die nicht miteinander kommunizierten. Ihr erster Ansatz war eine Verbraucher-App für mobile Zahlungen und Treueprogramme. Schnell erkannten sie jedoch, dass das eigentliche Problem tiefer lag: Gastronomien fehlte eine integrierte Betriebssoftware.

Das Unternehmen schwenkte daraufhin auf eine Kassensoftware um, die auf Android-Hardware läuft und von Anfang an auf die speziellen Anforderungen von Restaurants ausgelegt war. Der Fokus auf eine einzige Branche unterschied Toast von generalistischen Anbietern wie Square. Toast investierte intensiv in Vertrieb und Kundenerfolg und baute ein enges Netz aus lokalen Außendienstteams auf, die Restaurants bei der Einrichtung begleiten. Bis zum Börsengang 2021 war daraus eine Plattform gewachsen, die Kassensystem, Zahlungsabwicklung, Online-Bestellung, Liefermanagement, Lohnbuchhaltung und Marketing unter einem Dach vereint.

Der Hauptsitz liegt in Boston, Massachusetts. Toast beschäftigt rund 6.500 Mitarbeiter und ist neben den USA in Irland, Indien und weiteren internationalen Märkten aktiv.

Management

Seit Januar 2024 führt Aman Narang Toast als CEO. Narang war einer der drei Mitgründer und arbeitete von der ersten Stunde an im Unternehmen, zuletzt als Chief Operating Officer. Er hält einen Bachelor- und Masterabschluss in Informatik vom Massachusetts Institute of Technology und war vor Toast als Produktmanager bei Endeca tätig, wo er unter anderem die Mobile-Commerce-Plattform des Unternehmens aufbaute. Die Ernennung zum CEO folgte auf einen geordneten Nachfolgeprozess: Sein Vorgänger Chris Comparato, der Toast von 2015 bis Ende 2023 leitete und den Börsengang verantwortete, ist weiterhin im Board of Directors vertreten.

Mitgründer Steve Fredette ist als President und Board-Mitglied im Unternehmen aktiv. Jonathan Grimm, der dritte Mitgründer, verantwortet als Chief Technology Officer die technische Weiterentwicklung der Plattform. CFO ist Elena Gomez, die vor ihrer Tätigkeit bei Toast als CFO bei Zendesk arbeitete. Mark Hawkins, ehemaliger Präsident und CFO von Salesforce, übernahm mit Beginn 2024 den Vorsitz des Board of Directors.

Branche

Toast operiert im Markt für Restaurant-Technologie, einem Teilsegment des breiteren Marktes für Gastronomiesoftware und Zahlungsabwicklung. Schätzungen zufolge gibt es allein in den USA rund eine Million Gastronomiestandorte, Toast bedient davon knapp 160.000. Das Unternehmen selbst beziffert seinen adressierbaren Markt auf rund 1,4 Millionen potenzielle Standorte, wenn man Bars, Hotels und Food-Retail-Konzepte einbezieht.

Der Wettbewerb teilt sich grob in zwei Lager. Auf der einen Seite stehen ältere Softwareanbieter wie Oracle Micros und NCR Voyix, die vor allem größere Ketten und Systemgastronomie bedienen. Auf der anderen Seite konkurrieren jüngere cloudbasierte Anbieter wie Block (Square), Fiserv (Clover), Lightspeed und SpotOn vor allem um kleinere und mittelgroße Restaurantbetriebe. Toast positioniert sich bewusst als Spezialist für die Gastronomie und grenzt sich damit von Generalisten wie Square ab, die Händler aus verschiedensten Branchen ansprechen. Diese Fokussierung schlägt sich in einem branchenspezifischeren Produktangebot nieder, das von Tischreservierungen über Küchendisplays bis hin zur Lohnbuchhaltung reicht.

Zwei strukturelle Trends treiben die Branche: Die Digitalisierung der Gastronomie schreitet voran, und Restaurantbetreiber ersetzen ältere, lokal installierte Systeme zunehmend durch cloudbasierte Lösungen. Zudem bündeln Betreiber Anbieter, um weniger Schnittstellen verwalten zu müssen. Wer als Plattform mehrere Funktionen abdeckt, profitiert von höheren Wechselkosten und stärkerer Kundenbindung.

Produkte und Services

Toast verdient Geld auf drei Wegen. Den größten Anteil am Umsatz macht die Zahlungsabwicklung aus. Toast verarbeitet Kartentransaktionen für seine Restaurantkunden und behält einen Teil des Transaktionsvolumens als Gebühr ein. 2024 wickelte das Unternehmen ein Bruttozahlungsvolumen von rund 168 Milliarden Dollar ab. Das Modell ähnelt dem anderer Zahlungsdienstleister, hat aber den Vorteil, dass die Zahlungsdaten direkt mit der Betriebssoftware verknüpft sind.

Daneben verkauft Toast Softwareabonnements. Das Kernangebot umfasst das Kassensystem Toast POS, ein Küchendisplay, Online-Bestellung und Lieferintegration, Reservierungsmanagement, Kundenbindungsprogramme sowie Marketing-Tools. Ergänzend gibt es Module für Lohnbuchhaltung und Personalmanagement sowie xtraCHEF, ein Back-Office-Tool für Einkauf, Lagerverwaltung und Rezeptkalkulation. Je mehr Module ein Betreiber nutzt, desto höher der monatliche Abrechnungsbetrag und desto stärker die Plattformbindung. Der jährlich wiederkehrende Umsatz aus Abonnements und Zahlungsgebühren überstieg 2025 die Marke von 2 Milliarden Dollar.

Ein dritter Bereich ist Toast Capital: ein Kreditprogramm, über das Restaurantbetreiber kurzfristige Betriebskredite aufnehmen können, die direkt über künftige Umsätze zurückgezahlt werden. Toast Capital vergab 2024 Kredite im Gesamtvolumen von über 1 Milliarde Dollar. Dazu kommen Einnahmen aus dem Verkauf von Restaurant-Hardware wie Kassen-Terminals, Kartenterminals und Küchendruckern, wobei Toast bei Hardware strukturell niedrigere Margen erzielt als bei Software und Zahlungen.

Details zum IPO

Toast ging am 22. September 2021 an der New York Stock Exchange unter dem Ticker TOST an die Börse. Der Emissionspreis lag bei 40 Dollar je Aktie und wurde damit über der ursprünglich angestrebten Preisspanne von 30 bis 33 Dollar und auch über der angehobenen Spanne von 34 bis 36 Dollar festgesetzt. Toast verkaufte insgesamt 25 Millionen Class-A-Aktien inklusive der vollständigen Ausübung der Mehrzuteilungsoption durch die Underwriter. Die Bruttoemissionserlöse beliefen sich auf 1 Milliarde Dollar. Lead Underwriter waren Goldman Sachs, Morgan Stanley und J.P. Morgan, unterstützt von KeyBanc Capital Markets, William Blair und Piper Sandler.

Am ersten Handelstag eröffnete die Aktie bei 65,26 Dollar, was einem Aufschlag von rund 63 Prozent gegenüber dem Emissionspreis entsprach. Die Bewertung lag zum Handelsschluss des ersten Tages bei knapp 33 Milliarden Dollar. In den folgenden Monaten geriet die Aktie unter Druck, als die Zinswende 2022 Wachstumstitel insgesamt belastete. Die Aktie fiel zeitweise deutlich unter den Emissionspreis von 40 Dollar. Seit dem IPO notiert TOST mit einem Abschlag gegenüber dem Ausgabepreis.

Bemerkenswert am IPO war der Dual-Class-Aktienstruktur: Class-B-Aktien, die von den Gründern und frühen Insidern gehalten werden, verfügen über zehn Stimmen je Aktie, Class-A-Aktien nur über eine. Damit behielten die Gründer auch nach dem Börsengang die effektive Stimmrechtsmehrheit.

Outlook

Toast verfolgt drei strategische Wachstumsfelder. Die Expansion im US-amerikanischen Kernmarkt steht dabei noch am Anfang: Von schätzungsweise einer Million Gastronomiestandorten in den USA bedient Toast bisher knapp 160.000. Dazu kommen neue Kundensegmente wie Hotelrestaurants, Entertainmentkonzepte und Food-Retail, die erst seit 2024 aktiv erschlossen werden. Auf der Produktseite setzt Toast darauf, den durchschnittlichen Umsatz je Standort durch zusätzliche Module wie Lohnbuchhaltung, Marketing und Kredite zu steigern.

Das internationale Geschäft steckt noch in der Frühphase. Toast ist in Irland, Kanada und einigen weiteren Märkten aktiv, der überwiegende Umsatzanteil kommt aber weiterhin aus den USA. Ob die Plattform außerhalb des US-Marktes ähnliche Marktanteile erreichen kann, bleibt eine offene Frage. Restaurants haben strukturell hohe Wechselhürden gegenüber Kassensoftware, weil ein Systemwechsel Mitarbeiter-Schulungen, Betriebsunterbrechungen und Datenmigration bedeutet. Das schützt Toast vor Kundenverlust, erschwert aber zugleich den Ersatz etablierter Anbieter in neuen Märkten.

Bewertungskriterien
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Klare Fokussierung auf die Gastronomie mit tiefem, branchenspezifischem Produktangebot

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Hohes Wachstum bei wiederkehrenden Umsätzen: ARR überstieg 2025 die Marke von 2 Milliarden Dollar

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Große unerschlossene Marktbasis in den USA und noch weitgehend unbearbeiteter internationaler Markt

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Hohe Kundenbindung durch Plattformintegration und strukturell hohe Wechselkosten

Etwa 80 Prozent des Umsatzes entfallen auf Zahlungsabwicklung mit strukturell niedrigen Bruttomergins

Starke Abhängigkeit vom US-Markt, internationales Wachstum noch unbewiesen

Konzentration auf ein einziges vertikales Marktsegment erhöht die Anfälligkeit für Konjunktureinbrüche in der Gastronomie

Intensiver Wettbewerb durch Square, Clover und spezialisierte Anbieter um das gleiche Kundensegment