Overview
Die Marke Haidilao entstand 1994 in einer Kleinstadt in der chinesischen Provinz Sichuan. Zhang Yong gründete dort mit seiner späteren Frau ein Feuertopf-Restaurant, das durch ungewöhnlich aufmerksamen Service auffiel. Gäste bekamen Maniküre und Snacks während der Wartezeit, was die Kette in China zum Massenphänomen machte.
Als Betreiber der Auslandshäuser startete die Gruppe 2012 mit dem ersten Restaurant in Singapur. 2022 gliederte der Mutterkonzern dieses internationale Geschäft als eigenständiges Unternehmen aus, das seither an der Hongkonger Börse notiert. Zwei Jahre später folgte das Zweitlisting in New York.
Der Sitz liegt in Singapur. Ende 2025 betrieb Super Hi 126 Haidilao-Restaurants in 14 Ländern, dazu kamen Lieferdienste und mehrere kleinere Zweitmarken.
Management
Seit 2022 führt Yang Lijuan das Unternehmen als CEO und Direktorin. Sie begann ihre Laufbahn als Servicekraft bei Haidilao und arbeitete sich bis an die Spitze hoch. Zuvor war sie stellvertretende Chefin und Betriebsleiterin des Mutterkonzerns. Gründer Zhang Yong blieb dem Konzern als Verwaltungsratsvorsitzender erhalten und konzentriert sich auf die langfristige Strategie.
Finanzdaten
Branche
Super Hi operiert in der internationalen Gastronomie, wo chinesische Küche einen Aufschwung erlebt. Feuertopf eignet sich dabei besonders gut für Ketten, weil die Zubereitung am Tisch erfolgt und die Küche entsprechend schlank bleiben kann.
Der Wettbewerb ist regional sehr unterschiedlich. In Südostasien konkurriert Haidilao mit zahlreichen lokalen Anbietern. In Nordamerika und Europa steht die Marke eher im Wettbewerb mit gehobener Restaurantgastronomie. Die Expansion ist teuer, jedes neue Haus erfordert Investitionen in Ausstattung und geschultes Personal.
Der entscheidende Kennwert der Branche ist die Auslastung. Bei Haidilao wird sie über die Zahl der Tischbelegungen pro Tag gemessen, die maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit eines Standorts entscheidet.
Produkte und Services
Das Geschäft besteht fast vollständig aus dem Restaurantbetrieb. Gäste wählen Suppengrundlagen wie die scharfe Sichuan-Variante, Tomate, Pilz oder Knochenbrühe und garen darin Fleisch, Meeresfrüchte und Gemüse selbst. Ein Selbstbedienungstresen für Saucen gehört zum Markenzeichen, in Japan kommen landestypische Brühen dazu.
Daneben wachsen kleinere Erlösquellen. Das Liefergeschäft legte 2025 im zweiten Quartal um 60,9 Prozent zu, wenn auch von niedriger Basis. Zusätzlich baut das Unternehmen ein Portfolio an Zweitmarken auf, in das einzelne bestehende Standorte umgewandelt wurden.
Die Zahlen zeigen solides Wachstum bei sinkenden Margen. 2025 stieg der Umsatz um acht Prozent auf 840,8 Millionen Dollar, der Nettogewinn sprang um 69,6 Prozent auf 36,3 Millionen Dollar, unterstützt durch Währungseffekte. Die Rohmarge lag bei 66,6 Prozent, die Betriebsmarge der Restaurants sank jedoch von gut zehn auf 8,7 Prozent.
