Kunst als Investment
Der Kunstmarkt war lange ein geschlossener Zirkel, heute öffnen Auktionsplattformen und Anteilsscheine den Zugang. Wir zeigen, wie sich Werke bewerten lassen, welche Kosten anfallen und wann Kunst mehr Leidenschaft als Rendite ist.
Kunst, neuste Beiträge
Der Hammerpreis ist nicht der Preis, den man zahlt Als im November 2025 der Hammer für Klimts Bildnis Elisabeth Lederer fiel, stand der Zuschlag bei 205 Millionen Dollar. Auf der Rechnung landeten 236,4 Millionen. Die Differenz von gut 15 Prozent ist das Aufgeld, im Handel Käuferprovision genannt. Bei kleineren Losen fällt der Satz deutlich höher aus. Wer für 5.000 Euro zuschlägt, zahlt am Ende häufig über 6.000...
Der Artprice100 stieg 11,2 Prozent und misst trotzdem wenig Der bekannteste Kunstindex legte im Jahr 2025 um 11,2 Prozent zu und erreichte damit seinen höchsten Stand überhaupt. Ein Jahr zuvor hatte derselbe Index 8,3 Prozent verloren. Zum Vergleich stieg der amerikanische Aktienindex S&P 500 im selben Jahr um 17 Prozent. Kunst hat den Aktienmarkt 2025 also nicht geschlagen, obwohl die Schlagzeilen anderes vermuten...
Eine Lücke in der Herkunft kostet mehr als jeder Kratzer Ein Riss in der Leinwand lässt sich restaurieren. Eine unklare Besitzgeschichte nicht. Genau deshalb ist die Provenienz eines Kunstwerks für Käufer der wichtigste einzelne Prüfpunkt. Gemeint ist damit die möglichst lückenlose Kette aller Vorbesitzer, vom Atelier des Künstlers bis heute. Fachleute sprechen von einer Werkbiografie. Wo diese Kette Lücken...
Zwischen Rekord eins und zwei liegen 214 Millionen Dollar Das teuerste je bei einer Auktion verkaufte Gemälde ist seit November 2017 der Salvator Mundi, der Leonardo da Vinci zugeschrieben wird. Christie's schlug ihn in New York für 450,3 Millionen Dollar zu. Auf Platz zwei folgt seit dem 18. November 2025 ein Klimt. Das Bildnis Elisabeth Lederer erzielte bei Sotheby's in New York 236,4 Millionen Dollar. Zwischen...
Seit 2025 zahlen Käufer nur noch sieben Prozent Steuer Wer in Deutschland ein Kunstwerk bei einer Galerie oder einem Händler kauft, zahlt darauf seit dem 1. Januar 2025 wieder den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 Prozent. Zuvor waren es 19 Prozent. Beschlossen wurde die Änderung mit dem Jahressteuergesetz 2024. Der Bundestag stimmte am 18. Oktober 2024 zu, der Bundesrat am 22. November desselben Jahres. Für Käufer...
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