Safe Pro Group Aktie – Industrie-Börsengang 2024

Safe Pro Group Aktie

Marktkapitalisierung

-

KGV (P/E)

-

Gewinn/Aktie

-

Dividende

-

52W Hoch / Tief

-

IPO-Typ

IPO

Handelsstart

28.08.2024

Volumen

5 Mio. $

Emissionspreis

5,00 $

Seit Emission

+5.6%

Erstpreis

4,00 $

Seit Erstpreis

+32.0%

Kurs (EOD)

5,28 $

Schlusskurs v. 31.08.2026

Overview

Safe Pro Group verbindet zwei Geschäfte, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Die Softwaresparte entwickelt Bilderkennung für Drohnenaufnahmen, die Landminen und nicht explodierte Munition automatisch erkennt. Daneben gehört ein Hersteller von Schutzausrüstung zur Gruppe, der Westen, Helme und Bombenschutzanzüge fertigt.

Der Bedarf ist bedrückend groß. Nach Angaben von Hilfsorganisationen sind weltweit über 60 Millionen Menschen in Dutzenden Ländern von Minen bedroht. Die klassische Räumung erfolgt Quadratmeter für Quadratmeter mit Metallsuchgeräten, was langsam und gefährlich ist.

Genau dort setzt die Technik an. Drohnen fliegen die Fläche ab, die Software spürt verdächtige Objekte auf und markiert sie auf einer Karte. Nach Firmenangaben umfassen die Datensätze über 1,78 Millionen ausgewertete Drohnenbilder und über 31.600 identifizierte Gefahrenpunkte allein in der Ukraine.

Management

Seit den Anfängen führt Dan Erdberg das Unternehmen als Chairman und CEO. Der Manager verfügt über zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Technologiebranche und begleitete zuvor mehrere Börsengänge in den Bereichen Drohnen, Mobilfunk und Satellitenkommunikation. Die wissenschaftliche Arbeit verantworten Fachleute für Fernerkundung und Minendetektion.

Finanzdaten

Branche

Safe Pro operiert an der Schnittstelle von humanitärer Räumung und Verteidigungstechnik. Der Krieg in der Ukraine machte die Minenräumung zu einem drängenden Thema. Gleichzeitig verschieben westliche Streitkräfte ihre Beschaffung Richtung kleiner Drohnen und automatisierter Aufklärung.

Der Markt hat allerdings eine Besonderheit. Humanitäre Räumprojekte hängen an Geldern von Regierungen und Hilfsorganisationen, deren Vergabezyklen lang und schwer planbar sind. Verteidigungsaufträge bieten größere Volumina, erfordern aber Zulassungen und den Weg über etablierte Generalunternehmer.

Der Wettbewerb reicht von spezialisierten Räumfirmen bis zu großen Rüstungskonzernen, die eigene Aufklärungssysteme entwickeln. Für ein Unternehmen dieser Größe zählt vor allem, Referenzprojekte und Verträge im Verteidigungsbereich zu gewinnen.

Produkte und Services

Das Herzstück ist die Bildanalyse. Nach Firmenangaben erkennt die Software über 150 Typen von Landminen und Munitionsresten in Sekundenbruchteilen je Bild. Die Auswertung läuft vor Ort auf einem Gerät oder über die Cloud. Bis Mai 2026 zählte das Unternehmen über 50.000 erkannte Objekte.

Die zweite Sparte liefert Schutzausrüstung für Polizei, Militär und Hilfsorganisationen, dazu kommen Drohnendienstleistungen. Der Verkauf läuft überwiegend über Behörden, Hilfsorganisationen und Generalunternehmer der Rüstungsindustrie.

Die Zahlen sind winzig und volatil. 2025 fiel der Umsatz um 72 Prozent auf rund 607.000 Dollar, der Verlust weitete sich auf 14,3 Millionen Dollar aus. 2026 folgten mehrere Aufträge, darunter ein Unterauftrag der US-Armee über 1,3 Millionen Dollar und ein Forschungsvertrag der Luftwaffe.

Technische Analyse

Details zum IPO

Safe Pro geht am 28. August 2024 an den Nasdaq Capital Market, gehandelt wird unter dem Kürzel SPAI. Platziert wurden 1.020.000 Aktien zu fünf Dollar für brutto 5,1 Millionen Dollar, dazu kam eine Mehrzuteilungsoption über 153.000 Aktien. Als Konsortialführer agierte Dawson James Securities, unterstützt von Spartan Capital.

Der Erlös war denkbar klein und deckte kaum mehr als die laufende Entwicklung. Das Unternehmen nutzte ihn nach eigenen Angaben, um die Analyseplattform für den Einsatz in der Ukraine auszubauen und das Angebot an Schutzausrüstung zu erweitern.

Der Kursverlauf blieb entsprechend schwankungsanfällig. Meldungen über Aufträge und die Integration in ein Drohnenprogramm der US-Armee bewegten die Aktie stark. Analysten sahen 2026 Kursziele um elf Dollar und damit deutlich über dem Marktpreis.

Outlook

Der Weg führt vom humanitären Geschäft in die Verteidigung. Die Integration der Erkennungssoftware in Drohnen eines Armeeprogramms könnte wiederkehrende Erlöse bringen, dazu kommen Forschungsaufträge und Unteraufträge über Generalunternehmer.

Ob daraus ein tragfähiges Geschäft wird, bleibt offen. Bei einem Jahresumsatz im niedrigen sechsstelligen Bereich und Verlusten im zweistelligen Millionenbereich hängt das Unternehmen an weiteren Kapitalaufnahmen. Für Anleger ist das eine Wette auf einzelne Verträge, nicht auf ein etabliertes Geschäftsmodell.

Bewertungskriterien

+

Patentierte Bilderkennung für über 150 Minen- und Munitionstypen

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Große eigene Datenbasis aus Einsätzen in der Ukraine

+

Integration in ein Drohnenprogramm der US-Armee

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Zweites Standbein mit Schutzausrüstung

Umsatz brach 2025 um 72 Prozent auf rund 607.000 Dollar ein

Verlust von 14,3 Millionen Dollar bei winziger Umsatzbasis

Abhängigkeit von wenigen Aufträgen und langen Vergabezyklen

Sehr kleiner Börsenwert mit geringer Handelsliquidität