Overview
SolarMax versteht sich als integrierter Solaranbieter, der die gesamte Kette abdeckt. Das Unternehmen verkauft Photovoltaikanlagen an Privathaushalte und Gewerbebetriebe, plant sie, installiert sie und vermittelt die Finanzierung. Ergänzt wird das Angebot durch LED-Beleuchtung und Umrüstungen für Behörden und Firmen.
Der Weg an die Börse zog sich über Jahre. Bereits 2016 reichte SolarMax vertrauliche Unterlagen ein, 2018 folgte die öffentliche Fassung. 2020 zog das Unternehmen den Börsengang zugunsten einer Fusion mit einer Mantelgesellschaft zurück, die 2022 scheiterte, weil die Behörde die Unterlagen nicht rechtzeitig freigab. Danach folgte ein neuer Anlauf.
Der Sitz liegt in Riverside in Kalifornien. Eine Tochtergesellschaft bietet Solarprojektdienste in China an, die allerdings jahrelang keine Erlöse beisteuerte. Die Führung verteilt sich zur Hälfte auf die USA und zur Hälfte auf China und Taiwan.
Management
Seit Jahren führt David Hsu das Unternehmen als CEO und prägt die Ausrichtung auf das kalifornische Solargeschäft. Im Verwaltungsrat gab es 2025 mehrere Wechsel, im November 2025 wurde Steve Chen als Direktor bestellt. Die Doppelstruktur mit Vertretern aus den USA und Asien blieb dabei erhalten.
Finanzdaten
Branche
SolarMax operiert im amerikanischen Markt für Dachanlagen, der starken Schwankungen unterliegt. Steigende Zinsen verteuerten die Finanzierung von Solaranlagen erheblich, gleichzeitig senkte Kalifornien die Vergütung für eingespeisten Strom deutlich, was die Nachfrage nach reinen Solaranlagen dämpfte.
Der Wettbewerb ist zersplittert und hart. Neben nationalen Anbietern wie Sunrun konkurrieren tausende lokale Installateure, dazu kommen Fertighersteller aus Asien mit sinkenden Modulpreisen. Für Anbieter mittlerer Größe bleibt wenig Spielraum bei den Margen.
Bewegung bringen Speicher. Weil sich reine Einspeisung weniger lohnt, verlagert sich die Nachfrage zu Anlagen mit Batteriespeicher, was höhere Auftragswerte, aber auch komplexere Installationen bedeutet.
Produkte und Services
Das Kerngeschäft ist die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen samt Zubehör, überwiegend für Privathaushalte in Kalifornien. Ein zweites Standbein liefert LED-Beleuchtung und energetische Umrüstungen. Der chinesische Zweig sollte Projektdienstleistungen erbringen, blieb jedoch lange ohne nennenswerten Beitrag.
Die Zahlen schwanken stark. 2023 stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 54,1 Millionen Dollar, der Rohertrag legte um 49 Prozent zu. Unter dem Strich stand ein kleiner Gewinn von 0,4 Millionen Dollar nach 6,9 Millionen Verlust im Vorjahr.
Danach kippte die Entwicklung. Im ersten Quartal 2024 floss operativ Geld in Millionenhöhe ab, das Eigenkapital rutschte ins Minus, und der Jahresabschluss verzögerte sich. Im dritten Quartal 2025 meldete SolarMax dann einen Umsatzsprung von 383 Prozent auf 30,6 Millionen Dollar bei einem auf 2,26 Millionen Dollar verringerten Verlust.
