Steyr Motors Aktie – Industrie-Börsengang 2024

Steyr Motors Aktie

Marktkapitalisierung

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KGV (P/E)

-

Gewinn/Aktie

-

Dividende

-

52W Hoch / Tief

-

IPO-Typ

IPO

Handelsstart

30.10.2024

Volumen

16 Mio. $

Emissionspreis

14,00 $

Seit Emission

-

Erstpreis

15,90 $

Seit Erstpreis

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Kurs (EOD)

-

Schlusskurs

Overview

Steyr Motors baut Hochleistungsdieselmotoren für Anwendungen, bei denen es auf Kraft bei kleinem Bauraum ankommt. Die patentierte Monoblock-Bauweise erlaubt ein besonders hohes Verhältnis von Leistung zu Gewicht. Das macht die Motoren für Spezialfahrzeuge, Boote und Hilfsaggregate in Panzern attraktiv.

Die jüngere Geschichte prägte ein Eigentümerwechsel. Der Münchner Beteiligungsinvestor Mutares übernahm das Unternehmen und führte einen Sanierungskurs durch, der Umsatz und Rentabilität deutlich verbesserte. Kurz vor dem Börsengang wurde die operative Gesellschaft auf die Muttergesellschaft verschmolzen und diese in eine österreichische Aktiengesellschaft umgewandelt.

Der Sitz liegt in Steyr in Oberösterreich. In den ersten neun Monaten 2024 stammten rund 60 Prozent des Umsatzes aus Europa. Etwa 20 Prozent kamen aus Asien und rund zehn Prozent aus Amerika.

Management

Seit Jahren führt Julian Cassutti das Unternehmen als CEO und begleitete den Weg vom Sanierungsfall zum Börsenkandidaten. Er verweist auf die patentierten Motoren mit hohem Kraft-Leistungs-Verhältnis als Grundlage von Wachstum und Rentabilität. Der frühere Mehrheitseigner Mutares blieb nach dem Börsengang investiert, als neuer Ankeraktionär kam die österreichische B&C Holding hinzu.

Finanzdaten

Branche

Steyr Motors operiert in einer Nische des Verteidigungsmarkts. Anders als große Rüstungskonzerne liefert das Unternehmen keine kompletten Systeme, sondern Antriebe, die in Fahrzeugen und Booten anderer Hersteller verbaut werden. Diese Position ist eng, aber schwer angreifbar, weil Zulassungen und Erprobungen viele Jahre dauern.

Der Rückenwind kommt von den gestiegenen Verteidigungsbudgets in Europa und Asien. Beschaffungsprogramme für Spezialfahrzeuge und Marineeinheiten laufen an, gleichzeitig steigt der Ersatzbedarf bei bestehenden Flotten.

Riskant bleibt die Größe. Bei einem Jahresumsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich schlagen einzelne Großaufträge oder deren Ausbleiben stark durch, und die Abhängigkeit von wenigen Kunden ist entsprechend hoch.

Produkte und Services

Verkauft werden Dieselmotoren in verschiedenen Leistungsklassen, überwiegend für militärische Spezialfahrzeuge und Boote. Dazu kommen Hilfsaggregate für Kampfpanzer und Lokomotiven sowie zivile Anwendungen in der Schifffahrt. Das Geschäft ergänzen Ersatzteile und Wartung.

Die Zahlen entwickelten sich kräftig. Für 2024 stellte das Unternehmen bei 800 bis 850 produzierten Einheiten einen Umsatz von 41 bis 45 Millionen Euro in Aussicht. Das bereinigte Betriebsergebnis sollte neun bis elf Millionen Euro erreichen. 2025 stieg der Umsatz um 16,4 Prozent auf 48,5 Millionen Euro, das Betriebsergebnis erreichte 5,8 Millionen Euro, bereinigt lag die Marge bei 14,5 Prozent.

Der Auftragsbestand liefert Perspektive. Zum 30. September 2024 belief er sich für den Zeitraum bis Ende 2027 auf 150 Millionen Euro, wobei Festaufträge, Rahmenverträge und unverbindliche Zusagen zusammengefasst sind.

Technische Analyse

Details zum IPO

Steyr Motors startete am 30. Oktober 2024 im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Wachstumssegment für kleine und mittlere Unternehmen. Platziert wurden 1.110.000 Aktien zu 14 Euro bei institutionellen Investoren. Davon stammten 200.000 aus einer Kapitalerhöhung und 910.000 aus dem Bestand von Mutares. Das Volumen betrug rund 15,5 Millionen Euro.

Der erste Kurs lag bei 15,90 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 82,7 Millionen Euro entsprach. Die Konsortialführung übernahm Hauck Aufhäuser, gehandelt wird unter dem Kürzel 4X0.

Was folgte, war eine der bemerkenswertesten Kursentwicklungen des Jahrgangs. Bis Anfang 2026 stieg die Aktie auf rund 43 Euro, etwa das Dreifache des Ausgabepreises. Der Börsenwert erreichte rund 224 Millionen Euro. Der Kurs profitierte vom allgemeinen Höhenflug europäischer Rüstungswerte.

Outlook

Für 2026 stellte das Management einen kräftigen Sprung in Aussicht. Erwartet werden Erlöse zwischen 75 und 95 Millionen Euro bei einer Betriebsmarge von mindestens 15 Prozent. Damit würde sich der Umsatz gegenüber 2025 nahezu verdoppeln, getragen von der Nachfrage aus dem Verteidigungsbereich.

Die Aktie bleibt dennoch anspruchsvoll bewertet. Nach der Verdreifachung ist viel Wachstum eingepreist. Bei einem Unternehmen dieser Größe können verzögerte Aufträge, Lieferengpässe oder eine Abkühlung der Rüstungskonjunktur den Kurs schnell belasten.

Bewertungskriterien

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Umsatz stieg 2025 um 16,4 Prozent auf 48,5 Millionen Euro

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Auftragsbestand von 150 Millionen Euro bis Ende 2027

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Patentierte Monoblock-Bauweise mit hohem Leistungsgewicht

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Aktie hat sich seit dem Börsengang etwa verdreifacht

Sehr kleiner Umsatz macht einzelne Aufträge entscheidend

Ambitionierte Bewertung nach dem starken Kursanstieg

Berichtete Marge lag 2025 unter der bereinigten Profitabilität

Notierung im Scale-Segment mit geringeren Transparenzpflichten