Overview
Liftoff wurde 2012 in Redwood City gegründet, Gründer und langjähriger CEO war Mark Ellis. Das Start-up spezialisierte sich darauf, mobile Apps über gezielte Werbung bekannt zu machen. Ein Jahr zuvor war in San Francisco Vungle entstanden, das Werbevideos in Apps und Spielen ausspielte. Beide Firmen standen auf unterschiedlichen Seiten desselben Marktes.
Der Finanzinvestor Blackstone kaufte 2019 Vungle und übernahm auch bei Liftoff die Mehrheit. 2021 führte er beide Firmen zusammen. Seitdem bedient Liftoff Werbetreibende und App-Anbieter aus einer Hand. 2025 beteiligte sich General Atlantic mit rund 14,5 Prozent bei einer Bewertung von 4,3 Milliarden Dollar.
Ein erster Börsengang im Februar 2026 scheiterte, die Preisspanne lag damals bei 26 bis 30 Dollar. Im Juni 2026 war der Liftoff IPO im zweiten Anlauf geglückt, allerdings zu einem niedrigeren Preis. Der zweite Versuch brachte dem Unternehmen 437 Millionen Dollar.
Management
Seit Mai 2022 führt Jeremy Bondy das fusionierte Unternehmen als CEO. Er hatte Vungle ab November 2020 geleitet und war nach dem Zusammenschluss zunächst President. Liftoff-Gründer Mark Ellis gab den Chefposten ab und blieb als Berater an Bord.
Als COO verantwortet Andre Tutundjian das operative Geschäft. Blackstone prägt als Mehrheitseigner die Strategie und stellt Vertreter im Board. Das Management hat das Geschäft von klassischen Prognosemodellen auf eine eigene KI-Plattform umgestellt.
Finanzdaten
Branche
Mobile Werbung für Apps ist ein Milliardenmarkt, der vor allem von Spielen getrieben wird. Entwickler bezahlen dafür, dass ihre Apps anderen Nutzern angezeigt werden. Anbieter von Apps verdienen wiederum Geld, wenn sie Werbefläche in ihren Anwendungen verkaufen. Plattformen wie Liftoff verbinden beide Seiten und bestimmen per Algorithmus, welche Anzeige wem gezeigt wird.
Marktführer ist AppLovin, das mit seiner KI-Engine stark gewachsen ist. Hinzu kommen Google, Meta, Amazon, Unity und Moloco. Liftoff tritt als unabhängiger Anbieter gegen die großen Plattformen an und konkurriert mit ihnen um Budgets und Werbeflächen.
Entscheidend sind Datenmengen und die Qualität der Vorhersagemodelle. Änderungen beim Datenschutz von Apple oder Google können das Geschäft stark beeinflussen. Zudem schwanken Werbebudgets mit der Konjunktur und der Lage der Spielebranche.
Produkte und Services
Liftoff bietet eine Plattform für Werbetreibende, die neue Nutzer gewinnen wollen. Auf der anderen Seite stehen Werkzeuge, mit denen App-Anbieter Werbeflächen vermarkten. Das Software-Paket von Liftoff steckt laut Unternehmen in mehr als 160.000 Apps mit rund 1,4 Milliarden täglichen Nutzern.
Herzstück ist die KI-Engine Cortex, ein neuronales Netz, das seit Ende 2023 ältere Rechenmodelle ersetzt. Cortex sagt voraus, welche Anzeige bei welchem Nutzer zu einer Installation oder einem Kauf führt. Liftoff verdient an jeder vermittelten Werbebuchung mit. Kein einzelner Kunde steht für mehr als 7 Prozent des Werbeumsatzes.
2025 stieg der Umsatz um 32 Prozent auf rund 686 Millionen Dollar. Unter dem Strich stand ein Verlust von 23 Millionen Dollar, nach 48 Millionen im Jahr davor. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei rund 374 Millionen Dollar. Belastet wird der Gewinn vor allem durch Zinsen auf Schulden von rund 1,85 Milliarden Dollar.
















