Liftoff Mobile Aktie – Technologie-Börsengang 2026

Liftoff Mobile Aktie

Dividende (12 Mon.)

keine

52W Hoch / Tief

28,60 $ / 15,02 $

IPO-Typ

IPO

Handelsstart

04.06.2026

Volumen

437 Mio. $

Emissionspreis

23,00 $

Seit Emission

-28.3%

Erstpreis

25,10 $

Seit Erstpreis

-34.3%

Kurs (EOD)

16,49 $

Schlusskurs v. 21.10.2026

Overview

Liftoff wurde 2012 in Redwood City gegründet, Gründer und langjähriger CEO war Mark Ellis. Das Start-up spezialisierte sich darauf, mobile Apps über gezielte Werbung bekannt zu machen. Ein Jahr zuvor war in San Francisco Vungle entstanden, das Werbevideos in Apps und Spielen ausspielte. Beide Firmen standen auf unterschiedlichen Seiten desselben Marktes.

Der Finanzinvestor Blackstone kaufte 2019 Vungle und übernahm auch bei Liftoff die Mehrheit. 2021 führte er beide Firmen zusammen. Seitdem bedient Liftoff Werbetreibende und App-Anbieter aus einer Hand. 2025 beteiligte sich General Atlantic mit rund 14,5 Prozent bei einer Bewertung von 4,3 Milliarden Dollar.

Ein erster Börsengang im Februar 2026 scheiterte, die Preisspanne lag damals bei 26 bis 30 Dollar. Im Juni 2026 war der Liftoff IPO im zweiten Anlauf geglückt, allerdings zu einem niedrigeren Preis. Der zweite Versuch brachte dem Unternehmen 437 Millionen Dollar.

Management

Seit Mai 2022 führt Jeremy Bondy das fusionierte Unternehmen als CEO. Er hatte Vungle ab November 2020 geleitet und war nach dem Zusammenschluss zunächst President. Liftoff-Gründer Mark Ellis gab den Chefposten ab und blieb als Berater an Bord.

Als COO verantwortet Andre Tutundjian das operative Geschäft. Blackstone prägt als Mehrheitseigner die Strategie und stellt Vertreter im Board. Das Management hat das Geschäft von klassischen Prognosemodellen auf eine eigene KI-Plattform umgestellt.

Finanzdaten

Branche

Mobile Werbung für Apps ist ein Milliardenmarkt, der vor allem von Spielen getrieben wird. Entwickler bezahlen dafür, dass ihre Apps anderen Nutzern angezeigt werden. Anbieter von Apps verdienen wiederum Geld, wenn sie Werbefläche in ihren Anwendungen verkaufen. Plattformen wie Liftoff verbinden beide Seiten und bestimmen per Algorithmus, welche Anzeige wem gezeigt wird.

Marktführer ist AppLovin, das mit seiner KI-Engine stark gewachsen ist. Hinzu kommen Google, Meta, Amazon, Unity und Moloco. Liftoff tritt als unabhängiger Anbieter gegen die großen Plattformen an und konkurriert mit ihnen um Budgets und Werbeflächen.

Entscheidend sind Datenmengen und die Qualität der Vorhersagemodelle. Änderungen beim Datenschutz von Apple oder Google können das Geschäft stark beeinflussen. Zudem schwanken Werbebudgets mit der Konjunktur und der Lage der Spielebranche.

Produkte und Services

Liftoff bietet eine Plattform für Werbetreibende, die neue Nutzer gewinnen wollen. Auf der anderen Seite stehen Werkzeuge, mit denen App-Anbieter Werbeflächen vermarkten. Das Software-Paket von Liftoff steckt laut Unternehmen in mehr als 160.000 Apps mit rund 1,4 Milliarden täglichen Nutzern.

Herzstück ist die KI-Engine Cortex, ein neuronales Netz, das seit Ende 2023 ältere Rechenmodelle ersetzt. Cortex sagt voraus, welche Anzeige bei welchem Nutzer zu einer Installation oder einem Kauf führt. Liftoff verdient an jeder vermittelten Werbebuchung mit. Kein einzelner Kunde steht für mehr als 7 Prozent des Werbeumsatzes.

2025 stieg der Umsatz um 32 Prozent auf rund 686 Millionen Dollar. Unter dem Strich stand ein Verlust von 23 Millionen Dollar, nach 48 Millionen im Jahr davor. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei rund 374 Millionen Dollar. Belastet wird der Gewinn vor allem durch Zinsen auf Schulden von rund 1,85 Milliarden Dollar.

Technische Analyse

Details zum IPO

Nach dem gescheiterten Versuch im Februar 2026 senkte Liftoff die Spanne auf 20 bis 22 Dollar. Am 3. Juni 2026 wurden 19 Millionen Aktien zu 23 Dollar platziert, einen Dollar über der Spanne. Der Erlös lag bei 437 Millionen Dollar, die Bewertung bei rund 3,8 Milliarden Dollar. Das lag unter dem Wert, zu dem General Atlantic 2025 eingestiegen war.

Das Geld fließt vor allem in die Tilgung eines Kredits. Blackstone hält nach dem Börsengang rund 50,4 Prozent, General Atlantic rund 15,2 Prozent. Konsortialführer waren Goldman Sachs, Jefferies und Morgan Stanley.

Am 4. Juni 2026 startete der Handel an der Nasdaq unter dem Kürzel LFTO. Die Aktie schloss den ersten Tag laut IFR bei 28,45 Dollar, knapp 24 Prozent über dem Ausgabepreis.

Outlook

Liftoff will mit Cortex weiter Marktanteile gewinnen und über Spiele hinaus mehr Kunden aus Bereichen wie Shopping, Finanzen und Streaming anziehen. Der Börsenerlös senkt die Schulden und damit die Zinslast. Das könnte den Weg zu einem dauerhaft positiven Nettoergebnis ebnen.

Die größte Herausforderung bleibt AppLovin, das deutlich größer und profitabler ist. Hinzu kommen Risiken durch Datenschutzregeln der großen Smartphone-Plattformen. Mit Blackstone als Mehrheitseigner dürften nach Ablauf der Haltefrist weitere Aktienverkäufe folgen.

Bewertungskriterien

+

Kräftiges Umsatzwachstum von 32 Prozent im Jahr 2025

+

Hohe bereinigte Marge dank skalierbarer KI-Plattform

+

Breite Reichweite mit rund 1,4 Milliarden täglichen Nutzern

+

Breit gestreute Kundenbasis ohne große Einzelabhängigkeit

✕

Hohe Verschuldung von rund 1,85 Mrd. Dollar

✕

Blackstone behält die Mehrheit und kann weitere Aktien verkaufen

✕

Starker Wettbewerb durch AppLovin, Google und Meta

✕

Abhängigkeit von Datenschutzregeln von Apple und Google

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