Overview
Das Unternehmen startete als Alta Global Group im australischen Manly bei Sydney. Gründer Nick Langton arbeitete zunächst mit Kampfsportstudios und bekannten Kämpfern zusammen und baute daraus eine digitale Plattform für eine stark zersplitterte Branche. Weltweit existieren zehntausende Kampfsportschulen, die meisten davon kleine Betriebe ohne professionelle Verwaltung.
Genau dort setzt das Angebot an. Nutzer finden Studios, Trainer und Athletenprofile, Vereine verwalten Mitglieder und Zahlungen über eine Software. Nach dem Börsengang kaufte das Unternehmen die Verwaltungsplattform BJJLink hinzu, die sich auf brasilianisches Jiu-Jitsu spezialisiert hatte und tausende Studios in mehreren Ländern erreicht.
2025 folgte die Umbenennung in Mixed Martial Arts Group, das Unternehmen tritt als MMA.INC auf. Der Schwerpunkt verlagerte sich dabei zusehends von der reinen Community-Plattform hin zu Software, Zahlungsabwicklung und digitalen Vermögenswerten.
Management
Seit den Anfängen führt Gründer Nick Langton das Unternehmen als CEO und prägt die Ausrichtung auf Kampfsport und Technologie. Im September 2025 holte MMA.INC Donald Trump Junior als strategischen Berater an Bord, der Vorstand und Geschäftsführung beraten soll. Im Dezember 2025 beteiligte sich Trump Junior zudem an einer Privatplatzierung des Unternehmens.
Finanzdaten
Branche
MMA operiert in einem Markt mit großem Publikum und wenig Struktur. Kampfsport erlebt seit Jahren wachsende Beliebtheit, angetrieben von der Ligaorganisation UFC und der Popularität von Fitnessangeboten. Die Studiolandschaft selbst besteht jedoch überwiegend aus Kleinbetrieben mit knapper Verwaltung.
Software für Fitnessstudios ist entsprechend ein wachsender Markt, in dem Anbieter wie Mindbody oder Wodify um dieselben Kunden konkurrieren. MMA setzt auf die Spezialisierung, also Funktionen, die auf Gürtelprüfungen, Wettkämpfe und Trainingsgruppen im Kampfsport zugeschnitten sind.
Riskant ist der zweite Weg des Unternehmens. Der Aufbau eines eigenen Ökosystems mit digitalen Vermögenswerten und Krypto-Partnern führt in ein volatiles Umfeld, das mit dem Kerngeschäft wenig zu tun hat.
Produkte und Services
Die Erlöse stammen überwiegend aus Abonnements für die Studiosoftware sowie aus Gebühren auf abgewickelte Zahlungen. Nach der Übernahme im Dezember 2024 wuchs das Zahlungsvolumen von BJJLink kräftig und erreichte Anfang 2026 eine Jahresrate von 16,2 Millionen Dollar. Die Abo-Erlöse legten im Jahresvergleich um 145 Prozent zu.
Die absoluten Zahlen bleiben klein. Der Umsatz stieg 2025 auf 1,13 Millionen Dollar, nach rund 562.000 Dollar im Jahr davor, der Verlust weitete sich auf 26 Millionen Dollar aus. Zur Reichweite zählt das Unternehmen fünf Millionen Follower in sozialen Netzwerken, 530.000 Nutzerprofile und Verbindungen zu über 18.000 Studios.
Strategisch setzt MMA.INC zusätzlich auf Partnerschaften. Eine Zusammenarbeit mit der Studiokette UFC Gym soll neue Kunden erschließen. Eine Absichtserklärung mit einer dezentralen Finanzplattform zielt auf digitale Angebote für Fans und Kämpfer.
















