Space Explorations Technologies Aktie – Raumfahrt-Börsengang 2026

Space Explorations Technologies Aktie

Marktkapitalisierung

-

KGV (P/E)

-

Gewinn/Aktie

-

Dividende

-

52W Hoch / Tief

-

IPO-Typ

IPO

Handelsstart

12.06.2026

Volumen

75.0 Mrd. $

Emissionspreis

135,00 $

Seit Emission

+10.7%

Erstpreis

150,20 $

Seit Erstpreis

-0.5%

Kurs (EOD)

149,47 $

Schlusskurs

Overview

SpaceX wurde 2002 von Elon Musk gegründet. Am Anfang stand eine einzige Idee: Raumfahrt billig genug machen, dass sie sich lohnt. Heute ist daraus ein Konzern mit drei Standbeinen geworden. Raketen und Raumfahrt, das Satelliten-Internet Starlink und seit Anfang 2026 auch künstliche Intelligenz. Genau diese neue Aufstellung ist der Grund, warum der Börsengang jetzt kommt.

Der Auslöser war eine Übernahme. Anfang 2026 hat SpaceX die KI-Firma xAI gekauft, die hinter dem Chatbot Grok und der Plattform X steht. Damit sitzen Raketen, ein globales Internet-Netz und ein eigenes KI-Labor unter einem Dach. Diese KI-Sparte verschlingt enorme Summen. Allein 2025 floss das meiste Geld in den Aufbau von Rechenzentren. Der IPO soll frisches Kapital für genau diesen nächsten Schritt liefern.

Das Unternehmen sitzt in Starbase, Texas. Ursprünglich wurde es in Delaware gegründet, 2024 zog es nach Texas um. Die Aktie soll an der Nasdaq und an der neuen Nasdaq Texas notieren, das Kürzel lautet SPCX. Sollte der IPO im geplanten Umfang kommen, wäre es einer der größten Börsengänge der Geschichte.

Management zum Zeitpunkt des IPOs

An der Spitze steht Gründer Elon Musk. Er ist gleichzeitig CEO, Chief Technical Officer und Chairman des Boards. Musk führt SpaceX seit dem ersten Tag und ist auch nach dem IPO die zentrale Figur. Die Finanzen verantwortet CFO Bret Johnsen, der im S-1 als Finanzansprechpartner des Unternehmens geführt wird.

Entscheidend ist die Stimmrechtsstruktur. SpaceX nutzt eine Dual-Class-Struktur, also zwei Aktienklassen mit unterschiedlichen Rechten. Käufer beim IPO bekommen Class-A-Aktien mit einer Stimme pro Aktie. Daneben gibt es Class-B-Aktien mit zehn Stimmen pro Aktie. Über seine Class-B-Anteile kontrolliert Musk die Mehrheit der Stimmrechte und kann zudem die Mehrheit des Boards bestimmen.

Praktisch heißt das: Du kaufst Aktien und damit einen Anteil am Unternehmen, aber kaum Mitsprache. SpaceX gilt nach den Nasdaq-Regeln als "Controlled Company". Das erlaubt dem Konzern, bestimmte Governance-Vorschriften zu umgehen, etwa Vorgaben zur Unabhängigkeit des Boards. Wir finden, das ist ein Punkt, den man vor dem Kauf bewusst auf dem Schirm haben sollte.

Finanzdaten

Branche

SpaceX schätzt seinen adressierbaren Gesamtmarkt im S-1 auf 28,5 Billionen US-Dollar. Das ist eine gewaltige Zahl, die sich auf drei Felder verteilt. Rund 370 Milliarden entfallen auf die Raumfahrt. Etwa 1,6 Billionen auf Konnektivität, also Starlink im Broadband- und Mobilfunkgeschäft. Der mit Abstand größte Brocken sind 26,5 Billionen im KI-Markt, von Infrastruktur über Abos bis zu Unternehmensanwendungen. China und Russland klammert SpaceX dabei bewusst aus. Solche TAM-Schätzungen sind immer optimistisch gerechnet und sagen wenig darüber, wie viel davon ein Unternehmen tatsächlich holt.

SpaceX bewegt sich damit in drei sehr unterschiedlichen Wettbewerbsumfeldern. Bei Raketen gegen andere Startanbieter, bei Satelliten-Internet gegen aufkommende Konstellationen anderer Konzerne, bei KI gegen die etablierten Modell-Anbieter. In allen drei Feldern hängt viel an Regulierung, von Funkfrequenzen über Flugzulassungen bis zu den Debatten rund um KI-Sicherheit.

Ein Detail aus dem S-1 zeigt, wie eng diese Welten inzwischen verzahnt sind: Im Mai 2026 hat SpaceX einen Cloud-Vertrag mit Anthropic geschlossen, dem Entwickler des KI-Modells Claude. Anthropic zahlt für den Zugang zu Rechenkapazität rund 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat, laufend bis Mai 2029. SpaceX verkauft also Rechenleistung an einen KI-Anbieter und trainiert auf derselben Infrastruktur sein eigenes Modell Grok.

Produkte

SpaceX bündelt seine Angebote in drei Segmenten:

- Space (Raketen und Raumfahrt): Die Falcon-Raketen sind das Kerngeschäft. Seit 2023 transportiert SpaceX jedes Jahr über 80 Prozent der weltweiten Nutzlast ins All, bei einer Erfolgsquote von mehr als 99 Prozent. Wiederverwendbare Booster haben die Kosten pro Start massiv gedrückt. In Entwicklung ist Starship, die nächste, voll wiederverwendbare Schwerlastrakete, in die 2025 rund 3 Milliarden US-Dollar Forschungsgeld geflossen sind. - Connectivity (Starlink): Das Satelliten-Internet ist das Profitcenter. Stand 31. März 2026 betreibt SpaceX rund 9.600 Starlink-Satelliten im niedrigen Erdorbit und versorgt etwa 10,3 Millionen Abonnenten in 164 Ländern. Dazu kommt eine eigene Satelliten-zu-Handy-Sparte mit rund 650 Satelliten, die in etwa 30 Ländern Funklöcher schließt und rund 7,4 Millionen Geräte pro Monat erreicht. - AI (xAI, Grok und X): Die jüngste Sparte kam Anfang 2026 mit der xAI-Übernahme dazu. Sie umfasst das KI-Modell Grok, die Plattform X und große Rechenzentren wie COLOSSUS und COLOSSUS II. Grok und X kommen zusammen auf über 1,3 Milliarden Accounts in zwölf Monaten und rund 550 Millionen monatlich aktive Nutzer, von denen etwa 117 Millionen Grok-Funktionen verwenden.

Outlook

Die Zahlen zeigen einen klaren Bruch. 2025 lag der Umsatz bei 18,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von rund 33 Prozent gegenüber den 14,0 Milliarden im Jahr davor. Trotzdem rutschte SpaceX tief in die roten Zahlen. Unterm Strich stand 2025 ein Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar, nach einem Gewinn von 791 Millionen im Jahr 2024. Im ersten Quartal 2026 kam bereits ein Nettoverlust von 4,3 Milliarden dazu.

Der Grund liegt fast komplett in der KI-Sparte. Starlink verdient Geld und steuerte 2025 einen operativen Gewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar bei, bei einem Umsatzplus von fast 50 Prozent. Die KI-Sparte dagegen verbrannte 2025 operativ über 6,3 Milliarden und schluckte mit 12,7 Milliarden den Großteil der Investitionen. Vereinfacht gesagt: Starlink finanziert den Aufbau der KI.

Genau das ist die Wette hinter dem IPO. SpaceX will das Kapital nutzen, um die KI-Rechenzentren weiter auszubauen, die Raketen und Startinfrastruktur zu verbessern und die Satellitenflotte zu vergrößern. Langfristig schwebt dem Konzern sogar KI-Rechenleistung im Orbit vor, mit ersten Satelliten frühestens 2028. Die Chancen sind enorm, die Verluste aber auch. Wer hier einsteigt, kauft Wachstum und Vision, nicht aktuelle Profitabilität.

Technische Analyse

Details zum IPO

SpaceX plant die Erstnotiz an der Nasdaq sowie an der neuen Nasdaq Texas unter dem Ticker SPCX. Angeboten werden Class-A-Aktien. Emissionspreis, Volumen und die genaue Zahl der Aktien sind im S-1 noch nicht festgelegt und stehen damit noch nicht fest.

Als Konsortialführer (Joint Book-Running Managers) wurden Goldman Sachs, Morgan Stanley, BofA Securities und Citigroup mandatiert, ergänzt durch J.P. Morgan und ein großes weiteres Bankenkonsortium. Das Filing wurde am 20. Mai 2026 bei der SEC eingereicht. Ein konkretes Datum für den Börsengang nennt SpaceX bislang nicht.

Über die Dual-Class-Struktur behält Gründer Elon Musk mit seinen Class-B-Aktien (zehn Stimmen pro Aktie) die Kontrolle über das Unternehmen und das Board. SpaceX firmiert deshalb als "Controlled Company" und will einzelne Governance-Ausnahmen der Nasdaq in Anspruch nehmen.

Bewertungskriterien

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Starlink als profitables Rückgrat: 4,4 Milliarden US-Dollar operativer Gewinn 2025 bei knapp 50 Prozent Umsatzwachstum

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Klare Marktführerschaft im Raketengeschäft mit über 80 Prozent der weltweiten Nutzlast und mehr als 99 Prozent Erfolgsquote

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Drei verzahnte Geschäftsfelder von Raumfahrt über Konnektivität bis KI unter einem Dach

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Konkrete Erlösquelle in der neuen KI-Sparte, etwa der Cloud-Vertrag mit Anthropic über rund 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat

Tiefrote Zahlen: 4,9 Milliarden US-Dollar Nettoverlust 2025, getrieben von der KI-Sparte

Extrem kapitalintensiv: 12,7 Milliarden US-Dollar Investitionen allein in KI im Jahr 2025

Praktisch keine Mitsprache für Anleger, da Elon Musk über Class-B-Aktien die Stimmrechtsmehrheit hält

Hohe Abhängigkeit von einer einzigen Person und deren strategischen Entscheidungen